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Petra (Mallorca)

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Petra ist ein kleines Landstädtchen mit sehr viel Charme und doch Verwaltungssitz auf der Balearen-Insel Mallorca. Die rechtwinkligen verlaufenden Straßen sind von alten Häusern aus goldbraunem Bruchstein gesäumt. Alles in allem wirkt Petra verschlafen und fern jeder Hektik. In der Umgebung wachsen die Trauben für einen bekannten sehr guten Wein.

Inhaltsverzeichnis

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Lage

Der Gemeindebezirk liegt rund 44 Kilometer von Palma entfernt an der Hauptstraße PM-332 von Manacor in Richtung Inca im Landschaftgebietes des Pla.

Statistik

Petra umfasst eine Fläche 69,3 Km² und grenzt an die Gemeinden von Manacor, Villafranca, Sineu, Ariany und der nördlichste schmalle Ausläufer des Gebietes reicht an Santa Margalida vorbei bis Artà. Im Jahre 2003 zählte die Gemeinde 2.785 Einwohner.

Geschichte

Die Araber, die den kleinen Ort im Inselinnern gründeten, nannten ihn in Anlehnung an die große jordanische Schwester "Die Strahlende". Seine Sonne schien allerdings in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts unterzugehen, als die Verkehrsplaner die Eisenbahnverbindung zwischen Palma und Artà bereits in Inca einstellten und Petra somit von der Hauptstadt Palma abschnitten.

Klima

In Petra werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 8,8 l/m². Im Oktober verzeichnet man die höchste Niederschlagsmenge mit durchschnittlich 101,3 l/m².

Wirtschaft

Heute nach dem die Bahn wieder in Betrieb ist zieht der Ort vor allem Touristengruppen an, die die Geburststätte und das dazugehörige Museum des berühmtesten Sohnes der Stadt, Fray Junípero Serra, besichtigen wollen. Im Gegensatz zu dem weitgereisten Franziskanerpater war seine weltvergessen Heimatstadt nicht gerade vom Glück gesegnet.

Anfang

Die Versuche einiger Familien, Petra durch Weinanbau wirtschaftlich Bedeutung zu verleihen, schlugen in den 20er Jahren aufgrund des Booms spanischer Weine vom Festland aus Navarra, Rioja und Penedés fehl. Und auch diese Episode eines kleinen wirtschaftlichen Erfolges ist nur mit einem ein wenig traurigen, aber für das Landschaftsgebiet des Pla typischen Ende zu vermelden.

Heute

Nach der Anerkennung dieses Gebiets 1993 als Weinbaugebiet wurde die Geschäftstätigkeit auf diesem Sektor in der gesamten Gegend beträchtlich ausgebaut (Anpflanzung neuer Rebstöcke, Einführung neuer Rebsorten, Verbesserung der Anbautechniken, etc.) und gleichzeitig stieg auch die Anzahl der Weinkellereien. Bei den bereits bestehenden Betrieben wurden zudem bedeutende Investitionen in neue Technologien vorgenommen, was zu einer Produktionssteigerung und insbesondere einer Verbesserung der Qualität der hier erzeugten Weine führte.

Es gibt wieder Weine mit Ursprungsbezeichnungen von anerkannter Qualität. Die Rotweine werden aus folgenden roten Traubensorten gewonnen: Callet, Fogoneu, Tempranillo, Manto Negro, Monastrell, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Weißweine werden aus den Sorten Chardonnay, Moll, Macabeo, Parellada und Moscatel erzeugt.

Der Grund besteht aus kalkhaltigem Gestein (Mergel und Dolomit), wodurch sich ein kalk- und tonhaltiger Boden mit einem leicht alkalischen pH-Wert gebildet hat und die Erde Tönungen aufweist, die von der Rotskala bis fast ins Weiße reichen.

Diese Eigenschaften des Bodens führen zu einer guten Drainage, was auch wegen der nur geringfügig vorhandenen, organischen Materie zu einer schnellen Durchwurzelung des Bodens führt, wodurch der Weinbau unter sehr guten Bedingungen durchgeführt werden kann.

Getränkeherstellung

Erfolg, der aus der Erde sprudelt
In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gelang der Familie Forteza Bonnín eine Sodaproduktion zu gründen. Unter dem Motto: "Das kann ich doch auch" muss sich der Vater der Familie gedacht haben, als er noch für einen Sodafabrikanten in Artà arbeitete.

Gesagt, getan: Gemeinsam mit seinem Bruder kauften sie eine kleine Sodamaschine, die sie im Haus der Großeltern aufstellten. So füllten die beiden Wasser aus der eigene Quelle vor dem Anwesen in Eimer und schleppten sie ins Haus. Dort wurde Kohlendioxid zu gesetzt und fertig war das erste Tafelwasser mit der Bezeichnung "La Paduna". Als die Nachfrage nach dem künstlichen Selters stieg, zogen sie vor die Tore der Stadt nach Na Capitana dem Familienbesitz, auf dem eine Quelle sprudelte. Dort bauten sie die erste Fabrik in dem die ersten größeren Maschinen installiert wurden. Das neue Gelände eröffnete neue Möglichkeiten. Die innovativen Brüder produzierten fortan nicht nur Sodawasser, sondern auch Orangensaft und Ananaslimonade. Das akribischen Testen der verschieden möglichen Zusammensetzungen brachte den Beiden den Spitznahmen "El Químíco" (Chemiker) ein. Zu dieser Zeit drehte noch ein Esel seine Runden um den Brunnen und förderte das Wasser zur Anlage. Erst nach dem Einsatz des ersten Lastkraftwagens mit dem stolzen Schriftzug "La Paduana" zur Belieferung der Kunden auf der ganzen Insel ging auch der Esel in seinen Ruhestand. Es folgten weitere Fahrzeuge die dann auch den neuen Namen der Firma "El Gran Poder" (Die Große Kraft) mit sich führten.

Die Tagesproduktion in den 50er Jahren waren etwa 80 Flaschen Sodawasser und 40 Flaschen Mixgetränke. Danach zog das Geschäft gewaltig an und El Gran Poder beschäftigte nach kurzer Zeit bereits 12 Mitarbeiter. Aber mit dem Tourismusboom in 60er Jahren kam auch die Konkurrenz auf die Insel. Die Übermächtigen Unternehmen aus Barcelona versorgten aus einer Hand die neu entstandenen Hotels auf der Insel mit allem, was für ein vielversprechendes Geschäft mit den Feriengästen vonnöten war: Von Bettwäsche über Möbel bis zu Erfrischungsgetränken wurde alles zeitgleich geliefert. Die kleinen mallorquinischen Betriebe, die sich soviel vom Fremdenverkehr versprochen hatten, konnten der Konkurrenz nicht standhalten. Auch die "Paduanos" musste der Übermacht aus Aludosen weichen.

Tourismus

Nur wenige individuale Hotelunterkünfte gibt es in Petra. Dafür Klein aber Fein. Hier im "Placa de Petra" scheint die Welt stehengeblieben zu sein. Das kürzlich restaurierte Haus zeigt "gut gemachte Arbeit". Die Möbel aus alten Zeiten sind schlicht und elegant. Das Restaurant bietet typisch mallorquinische und internationale Spezialitäten in gemütlicher Atmosphäre. Hauptsächlich der Tagestourismus belebt in den Sommermonaten die Stadt.

Ausflüge

Nur wenige Kilometer außerhalb von Petra in Richtung Westen liegt das Kloster Bonany. Genannt auch die Kathedrale der Berge.

Sehenswürdigkeiten

Wegkreuze

Museen

Museu Juniper Serra dieses Museum wurde 1959 von einer Gruppe Amics de Fra Juníper Serra eingerichtet. Gelegen an den Straßen: Carrer Barracar / Fray Juniper Serra, an der Tür ist ein Hinweis, wo man den Schlüssel zum Museum abholen kann. In dem kleinen Museum befinden sich Erinnerungsstücke an den in Petra am 24. November 1713 geborenen Franziskanerpater Fray Junipero Serra.

Feste

Märkte

= Weblinks


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Siehe auch: Eisenbahnen auf Mallorca







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Petra (Mallorca) aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.