Pleuraerguss
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Unter einem Pleuraerguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle zwischen Lunge und Rippen im Brustkorb. Die Pleurahöhle (Cavum pleurae) ist ein schmaler Spalt zwischen zwei Gewebsschichten, den Pleurablättern, der die Lunge umgibt und der Lunge durch eine Gleitschicht freie Bewegungsmöglichkeit beim Ein- und Ausatmen gibt.
Der Begriff Wasser in der Lunge ist unscharf und kann sowohl ein Lungenödem als auch einen Pleuraerguss bezeichnen. Korrekt wäre die Bezeichnung Flüssigkeit um die Lunge.
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Häufigkeit
Der Pleuraerguss ist bei internistischen Krankenhauspatienten ein häufiger Befund, der durch Perkussion, Ultraschall oder auf der Röntgen-Thoraxaufnahme festgestellt werden kann.
Ursachen
Man unterscheidet beim Pleuraerguss zwischen einem Transsudat (hellgelbes, abfiltriertes Blut ohne entzündliches Eiweiß) und einem Exsudat (dunkelgelbe, eiweißreiche Flüssigkeit). Der Erguss kann außerdem blutig, eitrig oder auch milchigtrüb sein. Der Erguss kann frei um die Lunge herum verteilt sein oder er kann durch entzündliche Verklebungen gekammert sein.
weitere ätiologische Einteilung
- entzündlich-infektiös
- entzündlich-rheumatisch
- maligne (Tumorzellbesiedlung der Pleura)
- im Rahmen einer Herzinsuffizienz
- posttraumatisch nach Rippenfraktur
- postoperativ
Symptome
Kleinere Ergüsse bis circa 500 ml werden gar nicht bemerkt.
Bei größeren Ergüssen ist das Leitsymptom die Atemnot, die vor allem bei körperlicher Anstrengung auftritt.
Es kann außerdem zu atemabhängigen thorakalen Schmerzen zum Beispiel bei einer Pleuritis kommen.
Diagnostik
Die Flüssigkeit kann man zytologisch auf maligne Zellen und auf Bakterien untersuchen.
Therapie
Ein kleiner Pleuraerguss ist oft nur ein Symptom und bedarf selbst keiner Therapie.
Je nach der Ursache muss man einen Pleuraerguss medikamentös behandeln.
Bei größeren Pleuraergüssen (> 1 Liter) sollte man eine therapeutische Entlastung mittels Pleurapunktion durchführen.
Siehe auch
Lunge -- Pleura -- Pleurapunktion -- Pleuritis
Links
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