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Plewen

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Plewen (bulgarisch Плевен) ist eine Stadt in Bulgarien im Tal des Flüsschens Tutscheniza, mit 128.400 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004) siebentgrößte des Landes, Verkehrszentrum Nordbulgariens inmitten eines landwirtschaftlich genutzten Gebietes und Industriestadt. Darüber hinaus kultureller Mittelpunkt mit Hochschule, wissenschaftlichen Instituten, Theater, Philharmonie, Schauspielhaus und Oper.

Geschichte

Plewens Name taucht in einem historischen Dokument erstmals 1266 auf; damals war es eine historische Festung. Grabungen im 2 Kilometer südlich gelegenen Kajlâka belegen, dass hier schon in der Urgesellschaft Menschen gelebt hatten. Im 1. Jahrhundert n. Chr. befestigten die Römer den Ort und nannten ihn Storgozia; von den Slawen erhielt er den Namen Kamenec. Der Name Plewen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Unter den Osmanen war Plewen eine starke Festung und Garnisonsstadt, die sich zu einem wichtigen Verwaltungs-, Handels- und Handwerkszentrum entwickelte.

Zu historischer Bedeutung kam die Stadt während des Kampfes um die Befreiung Bulgariens von der Herrschaft des Osmanischen Reiches, als hier die erbittertsten Kämpfe des ganzen Krieges tobten, beschrieben in einem Heldengedicht (Epopöe von Plewen): Nach fünfmonatiger Belagerung musste sich am 10. Dezember 1877 die 43.000 Mann starke türkische Armee des Osman Pascha bei Plewen ergeben.

Fast ein halbes Jahr lang hatten russische und rumänische Truppen die Festung belagert. Die Einnahme der Festung und die Vernichtung der Elitetruppen der Plewener Garnison waren für den Ausgang des Krieges entscheidend.

Plewen ist der Geburtsort des bulgarischen Poeten und Schriftstellers Georgi Kirkow (1870 - 1931).






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