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Polyacrylamid

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Polyacrylamid ist ein Polymer, das bei der Polyacryalamid-Gelelektrophorese (SDS-PAGE) als Gel und damit als Molekularsieb dient. Es bildet ein feineres Netz als zum Beispiel die bei der Agarose-Gelelektrophorese verwendete Agarose und kann deshalb vor allem zur Auftrennung von relativ kleinen Molekülen wie Proteinen oder kurzen DNA-Stücken verwendet werden.

Die unpolymerisierte Form Acrylamid ist ein Nervengift, in der polymerisierten Form ist es jedoch unschädlich. Die Polymerisation von Acrylamid zu Polyacrylamid wird durch eine Kettenreaktion hervorgerufen, wobei Ammoniumpersulfat (APS) die Reaktion startet und TEMED (Tetramethylethylenediamin) diese katalysiert.

In der Molekularbiologie wird diese Polymerisationsreaktion benutzt, um das flüssige Acrylamid in Form eines dünnen flachen Gels zu gießen und auspolymerisieren zu lassen, das dann als geleeartiges Trägermaterial für die elektrophoretische Auftrennung von Molekülen nach ihrer Größe bzw. Ladung(sdichte) benutzt werden kann. Man benutzt bei der Herstellung von Sammel- und Trenngelen verschieden Konzentrationen an Acrylamid, in der Regel für ein Sammelgel 2,5-5% und für ein Trenngel ca. 12%. Damit wird die Eigenschaft als Molekularsieb durch verschiede Gittergrößen des Polyacrylamids modifiziert, so dass man bestimmen kann, wie schnell die Moleküle durch die Gele laufen.






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