Polyhydroxyalkanoate
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Polyhydroxyalkanoate (PHA) sind natürlich vorkommende Kopf-Schwanz-Polyester, die von einer Vielzahl von Bakterien (z.B. von Alcaligenes latus) gebildet werden können. Die Biosynthese wird meist durch bestimmte Mangelbedingungen (z.B. an Phosphor) und gleichzeitigem Überangebot an Kohlenstoffquellen induziert. Die Polyester dienen den Mikroorganismen als Reservestoff und werden in Form von stark lichtbrechenden Granula intrazellulär abgelagert. Je nach Mikroorganismus und Kultivierungsbedingungen können Homo- oder Copolyester mit den unterschiedlichsten Hydroxyalkansäuren und entsprechend variablen mechanischen Eigenschaften erhalten werden. Der am häufigsten vorkommende Vertreter der PHA ist das Poly((R)-3-hydroxybutyrat) ("Polyhydroxybuttersäure", PHB), das nach der Isolierung aus den Bakterienzellen thermoplastisch verarbeitet werden kann und in seinen Materialeigenschaften dem Polypropylen (PP) ähnelt. Aufgrund ihrer biologischen Abbaubarkeit gelten die PHA als Kandidaten für "Kunststoffe" aus nachwachsenden Rohstoffen, die sowohl für kurzlebige Verbrauchsgüter bis hin zu hochspezialisierten Materialien für den medizinischen Bereich (Implantatmaterialien) eingesetzt werden können.
Weiterführende Literatur s. z.B. Doi, Y.; Microbial Polyesters; VCH Publishers Inc., New York (1990), Tänzer, W.; Biologisch abbaubare Polymere; Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Stuttgart (2000)
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