Pronomen
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Das Pronomen (auch Fürwort) ist ein Wort, das einen Referenten, also ein anderes Wort (meist ein Nomen) ersetzt. Seine Bedeutung steht nicht fest im Lexikon, sondern ändert sich mit dem jeweiligen Referenten (So eine Bedeutung nennt man deiktische Bedeutung). Das andere Wort kann entweder innerhalb des gleichen Textes stehen (anaphorische oder kataphorische Beziehung) oder aus der Gesprächssituation heraus klar sein. Zum Beispiel kann sich das deutsche Pronomen er entweder auf ein Nomen, das vorher im Text aufgetaucht ist, beziehen (Ein Mann kam um die Ecke. Er hatte ein Pistole.) oder aber auf eine Person, die die Gesprächspartner sehen oder kennen (Was macht er jetzt denn wieder einen Unsinn?)
Pronomen im Deutschen
Pronomen zählen im Deutschen und anderen indogermanischen Sprachen zu den flektierbaren Wortarten und können dementsprechend dekliniert werden. Gewöhnlich unterscheidet man zwischen sieben verschiedenen Typen:
- Personalpronomen (persönliches Fürwort). Beispiele: ich, du, er, sie, es, wir, ihr
- Possessivpronomen (besitzanzeigendes Fürwort). Beispiele: mein, dein, sein, unser, euer, ihr, ihm
- Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort). Beispiele: mich, dich, sich, uns, euch
- Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort). Beispiele: der, dieser, jener, derjenige, derselbe
- Relativpronomen (bezügliches Fürwort). Beispiele: der, welcher, was
- Interrogativpronomen (fragendes Fürwort). Beispiele: wer, was, welcher, wo, wie, warum, weshalb
- Indefinitpronomen (unbestimmtes Fürwort). Beispiele: jemand, alle
(Einige Linguisten betrachten außerdem noch die Zahlwörter ("Zahlpronomen") und auch die Artikel als Pronomen.)
Pronomina in anderen Sprachen
Interessanterweise wechseln Pronomina bei der Übersetzung in eine andere Sprache ab und zu ihren Typ: so ist ursprünglich das Englische myself (wörtlich: "mein Selbst" = "ich") strenggenommen eine Zusammensetzung aus einem Possessivpronomen und einem Substantiv, wohingegen "ich" im Deutschen ein einfaches Personalpronomen ist.
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