Pure data
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Einordnung: Programmiersprache | Computerkunst
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Pure data (Abkürzung: pd) ist eine datenstromorientierte Programmiersprache.
| Inhaltsverzeichnis |
Programmstruktur
Ein Programm wird in pd als Patch bezeichnet und besteht aus Objekten und den Datenströmen zwischen ihnen. Das Erstellen eines Patches erfolgt durch eine graphische Benutzeroberfläche, die es erlaubt, die gewünschten Elemente auszuwählen.
Objekte
Bei der Erstellung eines Patches greift man auf die in pd vorhandenen und vordefinierten Objekt-Typen zurück. Dies geschieht, in dem man ein neues Objekt erstellt und diesem den entsprechenden Namen gibt.
- Quellen: Mikrofon, Kamera, Netzwerk, Sinus-Generator,...
- Knoten: Knoten werden dazu verwendet, Datenströme zu manipulieren; z.B.: Invertieren, Addition von mehreren Datenströmen,...
- Senken: Ausgabegeräte: Lautsprecher, Bildschirm
Datenstrom
Die Ein- und Ausgänge der Objekte werden verbunden, um den Weg anzugeben, den der Datenstrom geht.
Messages
Messages sind Quellen, die einen konstanten Datenstrom erzeugen, der vom Benutzer jederzeit verändert werden kann.
Subpatch
Es gibt in pd die Möglichkeit, einen ganzen Patch als Objekt innerhalb eines anderen Patches zu verwenden.
Array
Die Daten in einem Array werden als Graph dargestellt, können durch das Verändern des Graphen manipuliert werden und durch ein Objekt ausgelesen werden.
Verarbeitung von Audiosignalen
Die meisten Operation sind nicht nur auf einem Strom von Zahlen, sondern auch auf Audiosignalen möglich. Die Verarbeitung von Audiosignalen erfolgt innerhalb von pd mit einer Breite von 32 Bit und einer Frequenz von 44100 Hz. Meistens tragen die Objekte für Audiosignale den gleichen Namen wir für Operationen auf Zahlen, nur mit einer angehängten ~.
Erweiterungen
Das Standard-Paket von pd enthält nur die notwendigen Objekte für Audiosignale, es gibt jedoch zahlreiche Erweiterungen, z.B. für Videodaten. Eine Zusammenfassung verschiedenster Erweiterungen ist PDP (Pure Data Packet).
Geschichte
Pure data wurde in den 1990er von Miller Puckette entwickelt, um damit interaktive Computermusik zu erzeugen. In seinem Umfang und seinen Zielen ist pd Max sehr ähnlich, das ebenfalls von Puckette entwickelt wurde und der Vorgänger des kommerziellen Max/MSP ist.
Grafikbibliotheken für PD
- GEM Es wird vor allem im Bereich 3D verwendet.
- PiDiP/PDP Video Processing Bibliothek
- Framestein Video Processing Bibliothek.
- GridFlow Rasterorinetierte Video Processing Bibliothek.
Anwendungsgebiete
Pure data wird zur Zeit praktisch ausschließlich in der Kunst und in der Lehre verwendet. Es wird vor allem für interaktive Multimedia-Projekte verwendet. Auch die Möglichkeit, über ein Netzwerk verteilt zu arbeiten und zu interagieren ist vor allem für Künstler reizvoll. Auf Grund der noch unvollständigen Dokumentation und der teilweise fehlenden Unterstützung für Windows ist die Verbreitung jedoch eher gering.
Weblinks
- weitere Weblinks
(engl.) (engl.)
- Suche nach Pure data Infos mit: Yahoo
