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Pyrometer

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Pyrometer, auch Strahlungsthermometer genannt, dienen zur berührungslosen Temperaturmessung. Temperaturen zwischen -50°C und +3500°C können mit solchen Geräten gemessen werden. Jeder Gegenstand emittiert Infrarot-Strahlung, deren Stärke von seiner Temperatur abhängt. Diese Strahlung wird mit dem Pyrometer erfasst und ausgewertet. Wenn das Messobjekt kälter als das Pyrometer ist, ist der Strahlungsfluss negativ, d.h. das Pyrometer gibt Wärmestrahlung an das Messobjekt ab, was man natürlich auch auswerten kann.

Grundlage bildet das Planck'sche Strahlungsgesetz, nach dem die Gesamtstrahlungsleistung W für einen idealen Schwarzen Körper von der absoluten Temperatur T(in K) abhängt. Mit Stefan-Boltzmann-Konstante <math>\sigma<math>:

<math>W=\sigma*T^4<math>

Pyrometer werten jedoch immer nur einen durch ein Filter auf einen bestimmten Wellenlängenbereich eingeschränkten Teil des Temperaturspektrums aus. Welcher Wellenlänge für die gewünschte Messung optimal ist, hängt vom zu messenden Material und seiner Temperatur ab.

Für eine berührungslose Temperaturmessung muss man den Emissionsgrad, also die Wärmeabstrahl-Fähigkeit des Messobjekts kennen (schwarzer Mattlack hat z.B. einen Emissionsgrad nahe 100%, poliertes Gold dagegen nur ca. 2%).

Der Emissionsgrad hängt meist von der Wellenlänge ab, so emittieren blanke Metalle am besten bei kurzen Wellenlängen (nahes Infrarot, knapp über der roten Sichtbarkeitsgrenze), während die meisten organischen Stoffe (Holz, Kunststoff, Papier) höhere Emissionsgrade im fernen Infrarot zeigen.

Als Detektoren für Pyrometer werden thermische (beispielsweise Thermosäulen) oder photoelektrische Detektoren verwendet. Die Linsen oder Sichtfenster bestehen für Geräte im nahen Infrarotbereich aus Glas oder Quarzglas, im mittleren und fernen IR aus Kristallen wie CaF2, ZnS, ZnSe oder auch aus Ge oder Si.

Vorteile der berührungslosen Temperaturmessung:


In einem Quotientenpyrometer (Verhältnispyrometer, 2-Farben-Pyrometer) wird nicht die Intensität in nur einem Wellenlängenbereich gemessen, sondern es wird das Verhältnis der Intensitäten bei zwei unterschiedlichen "Farben" gebildet. Das bedeutet, dass die Temperatur nicht aufgrund der Helligkeit sondern aufgrund der Farbe der Strahlung bestimmt wird. Bei diesem Verfahren spielt der Emissionsgrad bei der Verhältnisbildung (Kürzen bei der Division) für die Messung keine Rolle, wenn er für das betreffende Messgut nicht stark wellenlängenabhänig ist.

Mit einem ortsauflösenden Pyrometer ist Thermographie möglich.


Literatur:

[www.vdi.de/vdi/vrp/richtliniendetails/index.php?ID=2756532 VDI-Richtlininie 3511 Blatt 4]: Technische Temperaturmessung - Strahlungsthermometrie






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Pyrometer aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.