Quaoar
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Einordnung: Kuipergürtelasteroid
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| Eigenschaften des Orbits | ||
|---|---|---|
| Orbit Typ | Kuipergürtel-Objekt | |
| Große Halbachse | (43,3735 ± 0,0097) AE | |
| Perihel | 41,749 AE | |
| Aphel | 44,998 AE | |
| numerische Exzentrizität | 0,037457 ± 0,000055 | |
| Siderische Periode | 285,8 Jahre | |
| Neigung der Bahnebene | 7,992° | |
| Physikalische Eigenschaften | ||
| Durchmesser | (1260 ± 190) km | |
| Masse | kg | |
| Mittlere Dichte | ? g/cm3 | |
| Rotationsperiode | ? | |
| Albedo | 0,088 | |
| Spektralklasse | ? | |
| Geschichte | ||
| Entdecker | C. Trujillo & M. Brown, 2002 | |
(50000) Quaoar ist der Name eines Transneptunischen Objekts im Kuipergürtel. Bevor er den Namen Quaoar erhielt wurde er unter der vorläufigen Bezeichnung 2002 LM60 geführt. Entdeckt und benannt wurde der Asteroid 2002 von den Astronomen Chad Trujillo und Mike Brown am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Der Name Quaoar (gesprochen "kwah-o-wahr") entstammt dem Schöpfungsmythos der nordamerikanischen Tongva-Indianer, die in der Gegend um Los Angeles leben. Die Internationale Astronomische Vereinigung (IAU) hat die Namensgebung mittlerweile offiziell bestätigt.
Quaoars Durchmesser wird auf etwa 1.280 km geschätzt, damit war es das größte seit Pluto entdeckte Objekt im Sonnensystem, bis zur Entdeckung von 2004 DW und 2003 VB12 (Sedna). Größer als alle im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindliche Asteroiden zusammen genommen, entspricht sein Durchmesser etwa einem Zehntel des Durchmessers der Erde bzw. einem Drittel dem des Mondes. Er umkreist die Sonne in einer fast perfekten Kreisbahn in etwa 6 Milliarden Kilometer Entfernung bzw. 42 AE, die Umlaufdauer beträgt 288 Jahre.
Der Asteroid wurde bereits 1982 von dem Astronom Charlie Kowal fotografiert, aber nicht als solcher identifiziert.
Im Dezember 2004 gelingt mit dem japanischen 8-m-Teleskop Subaru der Nachweis von kristallinem Wassereis und auch Ammoniakhydrat in der Oberfläche von Quaoar. Dies ist sehr überraschend, da man bei einer Oberflächentemperatur von 50 Kelvin eigentlich nur amorphes Eis ohne Kristallstruktur vermuten würde. Es sind Temperaturen bis zu 110 Kelvin notwendig um den Prozess zu erklären. Nun wird vermutet, daß sich im Inneren von Quaoar noch genügend Radioaktivitätswärme befindet um die Temperaturen zu erzeugen. Es entsteht dabei eine Art Kryovulkanismus, wie auch auf einigen Uranusmonden.
Amateurastronomen benötigen zur Beobachtung die genauen Koordinaten, ein 40-Zentimeter-Teleskop sowie zur Dokumentation eine Kamera. Auf Aufnahmen von hintereinander folgenden Nächten ist der Asteroid als langsam wandernder Punkt zu erkennen.
Die Entdeckung von Quaoar schwächt Plutos Status als Planet, zumal Astronomen weitere Objekte von Quaoars Größe im Kuipergürtel vermuten. Einige erwarten sogar, weitere Asteroiden zu finden, die größer sind als Pluto.
Siehe auch: Liste der Asteroiden
Weblinks
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