Rätekommunismus
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Einordnung: Politik
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Unter Rätekommunismus versteht man eine linksradikale Bewegung, die ihren Urprung im Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg hat.
Nach dem Ausschluss vieler Linksradikaler aus der Kommunistischen Partei (KPD) Paul Levis 1920, da sie sich weder an parlamentarischen Wahlen noch an Einheitsgewerkschaften beteiligen wollten, gründeten sie mit der Kommunistischen Arbeiter-Partei Deutschlands (KAPD) und der linken Richtungsgewerkschaft Allgemeine Arbeiter Union (AAU) Organisationen, die zum Zeitpunkt ihrer Gründung über mehrere Hunderttausend Mitglieder verfügten – und damit mehr als die KPD. Bestanden ursprünglich noch gute Kontakte zur Kommunistischen Internationale, kam es bald darauf zum Bruch. Lenin griff die Rätekommunisten in seinem Buch Der Linksradikalismus, eine Kinderkrankheit des Kommunismus scharf an.
Zu den Rätekommunisten zählten Anton Pannekoek, Paul Mattick, Otto Rühle und Herman Gorter, Sylvia Pankhurst und Marinus van der Lubbe.
In der rätekommunistischen Tradition stehen Gruppen wie Socialisme ou Barbarie und die Situationistische Internationale.
Weblinks:
Portal zur Räte- und Linkskommunismus
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