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Regatta

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Als Regatta werden im Sport Wettfahrten zu Wasser bezeichnet. Regatten finden etwa in den Sportarten Segeln, Rudern, Kanu und Drachenboot statt.

Inhaltsverzeichnis

Rudern

Offizielle Regatten

Beim Rudern werden die Regatten nach den Richtlinien des DRV und der FISA durchgeführt.

Altersklassen

Die Ruderer werden in festgelegte Altersklassen unterteilt. Die Altersangaben bedeuten, dass der Ruderer bis einschließlich des Jahres, in dem er dieses Alter erreicht, in dieser Altersklasse fährt.

Distanzen

Es werden folgende Regatta-Distanzen gefahren:

Auf den Kurz- und Normalstrecken hat jedes Boot eine eigene Startbahn. Auf großen Regatten wie etwa Meisterschaften werden die einzelnen Bahnen durch Bojen getrennt (Albano-System). Auf kleineren Regatten, wo oft nur 3 oder 4 Bahnen vorhanden sind, sind in regelmäßigen Abständen die Nummern der Bahnen über der Strecke angebracht. Sie dienen den Ruderern auch als Hinweis auf die bereits gefahrene Strecke, da sie für gewöhnlich in Abständen von 250m angebracht sind.

Gibt es in einem Rennen mehr Starter als Bahnen, werden die Läufe nach Leistungsklassen aufgeteilt, d.h. die Schnelleren fahren in einem Lauf gegeneinander, die Langsameren in einem anderen. Nur bei internationalen Regatten kann es aufgrund der verschiedenen Systeme der einzelnen Länder sein, dass die Läufe gelost werden.

Auf Meisterschaftsregatten kommen je nach Platzierung und Anzahl der Vorläufe aus den Vorläufen die schnellsten Boote - je nach Größe des Teilnehmerfeldes - direkt ins Halbfinale bzw. ins Finale. Die restlichen Boote haben im so genannten "Hoffnungslauf" eine zweite Möglichkeit, sich für das Finale zu qualifizieren. Die nächsten sechs Boote, die sich nicht für das Finale der Besten qualifizieren konnten, kommen ins "Kleine Finale", auch "B-Finale" genannt. Auf Ruderregatten wird im allgemeinen nur der 1. Platz in einem Lauf mit einer Medaille belohnt, bei Rudermeisterschaften die ersten drei Plätze des "A-Finales".

Besondere Regatten

Ergo-Cups

Im Winter, wenn keine Regatten im Freien möglich sind, finden in vielen Städten sog. Ergo-Cups statt. Die Ruderer rudern auf sog. Ruderergometern, die in etwa den Rudervorgang simulieren. Diese Ergometer sind mit kleinen Computern ausgestattet, die verschiedene Werte berechnen und die Zeit stoppen können, so dass ein Vergleich der Leistungen möglich wird.

Ultralangstreckenregatten

Es gibt auch Ruderregatten über längere Distanzen, die nicht als offizielle Regatten gezählt werden, so z.B. eine 160-km-Regatta rund um den Genfer See oder die 120-km-Regatta von Bingen nach Bonn.

Das bekannteste dieser besonderen Rennen dürfte das legendäre Boat Race zwischen den Universitäten von Oxford und Cambridge sein. Es wird seit 1829 auf der Themse ausgetragen, seit 1856 jährlich über eine Distanz von 6,74 km.

Desweiteren gibt es noch so genannte "24-Stunden-Regatten", die oft an großen stillen Gewässern (Seen oder Baggerseen) stattfinden. Das Prinzip dieser Regatten ähnelt dem eines Staffellaufs, d.h. die Wettkampfstrecke ist in sich geschlossen und die einzelnen Boote eines Vereins rudern im fliegendem Wechsel. Die Regatta dauert durchgehende 24 Stunden und wird auch nicht durch schlechtes Wetter (Regen, Nebel, etc.) unterbrochen. Gewonnen hat der Verein, der die größte Strecke in dieser Zeit zurückgelegt hat. Bei diesen Regatten geht es nicht unbedingt um das Gewinnen - Dabeisein ist alles. Demnach sind auch oft Blinden-Rudervereine und kleinere Rudervereine mit nur wenigen Teilnehmern mit am Start, die (im Gegensatz zu den großen Vereinen mit vielen Teilnehmern) kaum Chancen zum Sieg haben. Übernachtet wird im Allgemeinen im Zelt in der Nähe des Wechselpunktes. Bekannte 24-Stunden-Regatten finden beispielsweise in Berlin und in Hürth bei Köln statt.


Segeln

Beim Segeln unterscheidet man zwischen Einheitsklassen-Regatten und Vermessungsformel-Regatten. Klassenregatten werden zwischen Booten einer Bootsklasse ausgetragen. Bei Formel-Regatten können Boote unterschiedlicher Klassen teilnehmen. Es gibt relativ einfache Formeln (Yardstick-Formel) und komplizierte Berechnungssysteme (IMS - International Measurement System). Die Anzahl der Teilnehmerboote bei Segelregatten ist bei Fleet-Races nicht beschränkt. Bekannte Fleet Races sind das Volvo Ocean Race (früher Whitbread Race) und die Regatta Vendée Globe. Es gibt noch sogenannte Match-Races, bei denen nur zwei baugleiche Boote gegeneinander antreten. Das bekannteste Match-Race ist der America's Cup.

Eine typische Segelregatta wird auf einem Dreieckskurs ausgetragen, der mit Hilfe von drei Bojen ausgelegt wird. Die erste Boje oder Lee-Boje bildet zusammen mit dem Startschiff die Startlinie. Die Startlinie wird senkrecht zur Windrichtung ausgelegt. Die zweite Boje oder Luv-Boje liegt direkt in Windrichtung von der Startlinie, sodass die Boote zur zweiten Boje kreuzen müssen. Die dritte oder Raum-Boje liegt querab zu den beiden anderen Bojen. Der Abstand der Bojen ist abhängig von der Bootsklasse und vom Revier. Die Bojen werden meist mehrfach gerundet, wobei zwischen den Dreieckskursen jeweils einmal die Raum-Boje ausgelassen wird, also z.B. 1-2-3 1-3 1-2-3 1-3 Ziel. Die Ziellinie wird dann von der Luv-Boje und dem Startschiff gebildet, welches während der Regatta von der Lee-Boje zur Luv-Boje fährt.

Im Jollenbereich wird dieser Kurs zunehmend durch die Trapezbahn ersetzt, bei der nach dem Start zunächst eine in Luv gelegene Boje angesteuert wird, danach folgt ein Kurs quer zum Wind zu einer zweiten Boje, von dort aus vor dem Wind zu einer dritten (Lee)boje, dann gegen den Wind erneut zur zweiten Boje, zurück zur dritten Leeboje, halbwinds zu einer vierten Boje, die wiederum in Lee des Start/Zielschiffs liegt. Von dort aus erfolgt der Zieleinlauf.

Bei Katamaranen hat sich der Up-and-Down-Kurs durchgesetzt. Nach dem Start fahren die Boote gegen den Wind zur Luvboje, von dort aus wenige Meter zu einer sog. Entlastungstonne, vorwinds zurück in Richtung der Startlinie, wo ein Bojentor (Leetor) ausgelegt ist. Die Katamarane müssen durch dieses Tor hindurchsegeln, können dann aber eine beliebige der beiden Tonnen nutzen.

Kanu

Bei Kanu-Regatten wird zwischen Kajak (K) und Canadier (C) - Regatten unterschieden. Dabei wird in folgenden Bootsklassen gefahren:

Es sind beim Kanu-Rennsport folgende Regatta-Distanzen üblich:

250m, 500m, 1000m, 1500m, 2000m

Drachenboot

Bei Drachenboot-Regatten sind folgende Regatta-Distanzen üblich:

250m, 500m, 1000m, 1500m, 2000m

Da Drachenboot eine Teamsportart ist, werden verschiedene Klassen unterschieden.


Geschichte

Ursprünglich war die Regatta eine in Venedig von der Piazzetta aus stattfindende Wettfahrt auf den Kanälen der Stadt.

Bedeutende Regatten, die in Europa stattfinden, sind:






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Regatta aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.