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Reibungskoeffizient

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Physikalische Bedeutung

Der Reibungskoeffizient (Formelzeichen µ, dimensionslos) ist ein Maß dafür, wie groß die Reibkräfte sind, die zwischen zwei Festkörpern wirken. Die Angabe eines Reibungskoeffizienten setzt voraus, dass die Art der Reibung als Coulombsche Reibung betrachtet wird, d. h. es gibt einen Wert für die Haftreibung (wenn keine Relativbewegung zwischen den Reibflächen besteht) und einen Wert für die Gleitreibung, wenn sich die Flächen relativ zueinander bewegen. Der Gleitreibungsbeiwert ist dabei unabhängig von der Gleitgeschwindigkeit und damit konstant.

Bekannte Irrtümer

Der Wert für µ kann dabei beliebige Werte zwischen 0...<math>\infin<math> annehmen. Gelegentlich wird behauptet, dass µ < 1 gelten müsse. Die folgende Tabelle soll diese Behauptung widerlegen:

Stoff Haftreibung Gleitreibung
Aluminium 1,05 1,04
Nickel 5  ?


Die Reibung von Gummi auf Asphalt wird zwar näherungsweise mit der Coulombschen Reibung beschrieben, bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedocht nicht um diese Form der Reibung, da eine Verzahnung von Gummi und Fahrbahn eintritt - Breitreifen haben daher einen kürzeren Bremsweg, als normale Reifen, was bei gleicher Gummimischung nicht sein sollte.

Geometrische Interpretation

Man kann µ auch als Tangens eines Reibungswinkels φ betrachten, hier gilt µ = tan(φ). Das wird als Reibungskegel betrachtet und erleichtert die grafische Darstellung von Reibungsproblemen.





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