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Rems-Murr-Kreis

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Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Stuttgart
Verwaltungssitz: Waiblingen
Fläche: 858,14 km²
Einwohner: 416.635 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 486 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen: WN
Amtlicher Kreisschlüssel: 08 1 19
Landrat: Johannes Fuchs
Adresse der Kreisverwaltung: Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen
Offizielle Website: www.rems-murr-kreis.de---- bgcolor="#FFFFFF" E-Mail-Adresse: info@rems-murr-kreis.de
Karte

Der Rems-Murr-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Rahmen der Kommunalreform in den 1970er Jahren aus den ehemaligen Landkreisen Backnang und Waiblingen entstand. Zur Kreishauptstadt wurde Waiblingen bestimmt.

Die Einwohner des Altkreises Backnang bzw. des Oberen Murrtals fühlen sich bei vielen Entscheidungen auf Kreisebene gegenüber den südlichen Nachbarn benachteiligt. Die Vergabe der Kreis-Mülldeponie nach Backnang-Steinbach etwa wird dabei als recht schwacher Trost empfunden.

Jüngst wurde trotz langer Diskussion und zahlreicher Proteste die Schließung der Kreiskrankenhäuser in Backnang und Waiblingen beschlossen, zugunsten eines Neubaus in Winnenden und des Erhaltes des renovierten Schorndorfer Hospitals. Damit müssen viele aus dem Norden mit noch längeren Wegen zum Krankenhaus rechnen.

Der Rems-Murr-Kreis gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart, grenzt im Norden an den Landkreis Heilbronn und an den Landkreis Schwäbisch Hall, im Osten an den Ostalbkreis, im Süden an die Landkreise Göppingen und Esslingen sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Stuttgart und den Landkreis Ludwigsburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Rems-Murr-Kreis hat Anteil am Schwäbisch-Fränkischen Bergland, zu dem hier der "Schurwald", der "Welzheimer Wald", der "Murrhardter Wald", der "Mainhardter Wald" und die südwestlichen "Löwensteiner Berge" gehören. Durch das Kreisgebiet fließen die Rems und die Murr, zwei rechte Nebenflüsse des Neckars, die kurz nach Verlassen des Kreisgebiets in diesen münden und dem Kreis seinen Namen gaben.

Wirtschaft

Früher war die im Kreis liegende Stadt Backnang eine Größe in der lederverarbeitenden Industrie. Heute befinden sich mit den Firmen Marconi und TesatSpacecom zwei Hochtechnologiefirmen in Backnang. Der internationale Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten, die Andreas Stihl AG & Co. KG, hat ihr Stammhaus in Waiblingen-Neustadt. Die Robert Bosch GmbH hat zwei Werke in Waiblingen: eines für Kunststofftechnik und eines für Verpackungstechnik.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führt keine Bundesautobahn. Die A 81 Stuttgart - Würzburg führt jedoch nur wenige Kilometer westlich des Kreises vorbei. Der Landkreis wird daher nur durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die wichtigsten sind die B 29 Stuttgart - Aalen, die bis Schwäbisch Gmünd durchgehend 4spurig ausgebaut ist, sowie die B 14 Stuttgart - Schwäbisch Hall, die jedoch nur bis Winnenden 4-spurig ausgebaut wurde, so dass Einwohners des oberen Murrtal nordöstlich von Backnang einen weiten Weg bis zum Waiblinger Landratsamt in der südwestlichen Ecke des Kreises haben.

Der Landkreis ist an das S-Bahn-Linien-Netz Stuttgart angeschlossen. Die Linie S 2 führt von Stuttgart über Fellbach/Waiblingen nach Schorndorf bis in die Nähe der Kreisgrenze, wobei die Remstalbahn bis Aalen und darüber hinaus durchgehend zweigleisig elektrifiziert ist und von Fernzügen frequentiert wird.

Die Linie S 3 führt ebenfalls über Fellbach/Waiblingen nach Backnang und endet dort, obwohl eine Weiterführung bis Murrhardt denkbar wäre. Vom Endpunkt der Linie S 4 in Marbach am Neckar führt die Murrtalbahn eingleisig über Backnang und Murrhardt nach Schwäbisch Hall-Hessental. Diese Verbindung wurde erst in den 1990er Jahren elektrifiziert, da sie die direkteste Verbindung von Stuttgart nach Berlin darstellt. Ein zweigleisiger Ausbau wurde bisher nicht vorgenommen.

Die Stadt Fellbach ist ferner durch die Stadtbahnlinie U 1 mit Stuttgart-Mitte verbunden.

Geschichte

Der Rems-Murr-Kreis wurde durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem größten Teil des Altkreises Backnang (KFZ-Kennzeichen BK) zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Ferner wurden auch einige Orte des Kreises Schwäbisch Gmünd eingegliedert. Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die alten gleichnamigen württembergischen Oberämter, die schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg errichtet wurden. Im Laufe der Geschichte wurden sie mehrmals verändert und 1934/38 in die Landkreis Waiblingen und Backnang überführt. Damals nahm der Landkreis Waiblingen nahezu alle Gemeinden des Oberamts Schorndorf und viele Gemeinden des Oberamts Welzheim, der Landkreis Backnang viele Gemeinden der Oberämter Gaildorf, Marbach und Welzheim auf. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Rems-Murr-Kreis noch 31 Gemeinden, darunter 8 Städte und hiervon wiederum 6 "Große Kreisstädte" (Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden). Größte Stadt ist Waiblingen, kleinste Gemeinde ist Spiegelberg.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Backnang 1945-1972:

Die Landräte des Landkreises Waiblingen 1945-1972:

Die Landräte des Rems-Murr-Kreises seit 1973:

Wappen

Wappen!----> Beschreibung:

In Gold zwischen zwei schräglinken blauen Wellenleisten eine schräglinke schwarze Hirschstange (Wappen-Verleihung 4. November 1974)
Bedeutung:
Die Hirschstange steht für das Haus Württemberg, welches bereits seit dem 14. Jahrhundert den Großteil des heutigen Kreisgebiets beherrschte. Die beiden Wellenleisten symbolisieren die Flüsse Rems und Murr, welche dem Kreis den Namen gaben.


Städte und Gemeinden

Städte (Einwohnerzahl am 30.9.2003)

  1. Backnang (35.640 Einwohner)
  2. Fellbach (43.664)
  3. Murrhardt (14.327)
  4. Schorndorf (39.562)
  5. Waiblingen (52.900)
  6. Weinstadt (26.153)
  7. Welzheim (11.267)
  8. Winnenden (27.794)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Backnang mit den Gemeinden Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Burgstetten, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler und Weissach im Tal
  2. Gemeindeverwaltungsverband "Plüderhausen-Urbach" mit Sitz in Plüderhausen; Mitgliedsgemeinden: Plüderhausen und Urbach
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Schorndorf mit der Gemeinde Winterbach
  4. Gemeindeverwaltungsverband "Sulzbach" mit Sitz in Sulzbach an der Murr; Mitgliedsgemeinden: Großerlach, Spiegelberg und Sulzbach an der Murr
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Welzheim mit der Gemeinde Kaisersbach
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Winnenden" mit Sitz in Winnenden; Mitgliedsgemeinden: Stadt Winnenden und Gemeinden Leutenbach und Schwaikheim

Gemeinden (Einwohnerzahl am 30.6.2002)

  1. Alfdorf (7.062 Einwohner)
  2. Allmersbach im Tal (4.760)
  3. Althütte (4.092)
  4. Aspach (8.198)
  5. Auenwald (6.903)
  6. Berglen (6.118)
  7. Burgstetten (3.411)
  8. Großerlach (2.693)
  9. Kaisersbach (2.703)
  10. Kernen im Remstal (14.972)
  11. Kirchberg an der Murr (3.628)
  12. Korb (10.206)
  13. Leutenbach (10.693)
  14. Oppenweiler (4.259)
  15. Plüderhausen (9.668)
  16. Remshalden (13.623)
  17. Rudersberg (11.562)
  18. Schwaikheim (9.241)
  19. Spiegelberg (2.196)
  20. Sulzbach an der Murr (5.414)
  21. Urbach (8.288)
  22. Weissach im Tal (7.240)
  23. Winterbach (7.770)


Sonstiges

Weblinks









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