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Remseck am Neckar

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Wappen Karte

Hilfe zu Wappen
Wappen Remseck/small>
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Regionalverband: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Gemeindeart: Große Kreisstadt
Geografische Lage: 48° 52' n. Br.
09° 17' ö. L.
Höhe: 203-299 m ü. NN
Fläche: 22,82 km²
Einwohner: 22.259 (30.06.2004)
Bevölkerungsdichte: 975 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 71680-71686 (alt: 7148)
Vorwahl: 07146
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindekennzahl: 08 1 18 081
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fellbacher Str. 2
71686 Remseck am Neckar
Webseite: portal.remseck.de----- bgcolor="#FFFFFF" E-Mail-Adresse: info@remseck.de
Politik
Oberbürgermeister: Karl-Heinz Schlumberger

Remseck am Neckar ist eine Stadt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg. Sie ist die sechstgrößte Stadt des Landkreises Ludwigsburg und gehört zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim innerhalb des Oberzentrums Stuttgart.

Die erst im Rahmen der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 zunächst unter dem Namen "Aldingen am Neckar" neu gebildete Gemeinde erhielt 1977 den Namen Remseck am Neckar. Die Gemeinde überschritt 1999 die Grenze von 20.000 Einwohner. Doch stellte die Gemeindeverwaltung erst 2003 den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 2004 beschloss.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Remseck liegt im Tal des Neckars und an der hier mündenden Rems. Die Orte links des Neckars zählen zum so genannten "Langen Feld", die Orte rechts des Neckars zur "Backnanger Bucht".

Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet ist das Flussbett des Neckars und beträgt 203 m, der höchste Punkt liegt im Hochberger Wald und misst 299 m ü. NN

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Remseck am Neckar. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:
Kornwestheim, Ludwigsburg und Marbach am Neckar (nur eine Exklave); alle zum Landkreis Ludwigsburg gehörig, Waiblingen und Fellbach (beide Rems-Murr-Kreis) sowie Stuttgart (Stadtkreis)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Remseck am Neckar besteht aus den 6 Stadtteilen Aldingen, Hochberg, Hochdorf am Neckar, Neckargröningen, Neckarrems und Pattonville. In jedem Stadtteil gibt es eine Verwaltungsstelle vor Ort. Das Rathaus der Gesamtstadt befindet sich unweit der Remsmündung im Stadtteil Neckarrems.

Geschichte

Die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand am 1. Januar 1975 durch Zusammenschluss der Gemeinden Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems zunächst unter dem Namen "Gemeinde Aldingen am Neckar", die am 1. Juli 1977 in Remseck am Neckar umbenannt wurde. Der neue Name leitet sich von der gleichnamigen früheren Burg hoch über der Remsmündung her, die einst am heutigen geographischen Mittelpunkt der Stadt stand. An gleicher Stelle wurde 1842 das Schloss Remseck erbaut, so dass der Name Remseck aus historischer Zeit überliefert ist.

Nach Überschreiten der 20.000-Einwohnergrenze im Jahr 1999 erhielt die Gemeinde Remseck am Neckar mit Wirkung vom 1. Januar 2004 die Stadtrechte, als sie zur Großen Kreisstadt erklärt wurde.

Die heutigen Stadtteile sind mit Ausnahme von Pattonville alte Dörfer. So wird Aldingen um 1100 erstmalig als "Almendingen" erwähnt. Hochberg wird erstmals im Jahre 1231 erwähnt, als eine Urkundenabschrift einen gewissen Herbrand von Hohenberg nennt. Die erste sichere Nennung von Hochdorf stammt aus der Zeit um 1100. Hochdorf ist ein kleines schönes Dorf. Es war zur Zeit der großen Könige nur ein kleines Bauerndorf mit Weinreben und einer wasserbetriebenen Mühle. Neckargröningen wird bereits im Jahre 806 als "Gruonincheim" im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch beschrieben. Im Jahre 1268 sind Burg und Dorf am Neckar bereits im Besitz der württembergischen Grafen. Neckarrems wurde 1268 als "Rems" erstmals erwähnt. Der Zusatz "Neckar" wurde erst im 17. Jahrhundert hinzugefügt.

Alle Orte, außer Aldingen, das zum Oberamt Ludwigsburg gehörte, waren dem Oberamt Waiblingen zugeordnet. 1938 wurden alle Orte dem Landkreis Ludwigsburg zugeteilt.

Pattonville entstand im Jahr 1954, als die US-Armee begann, am westlichen Markungsrand Aldingens auf einem Teil des alten königlich württembergischen Exerzierplatzes eine Siedlung zu bauen. 1992 zog die US-Armee aus Pattonville ab. Der Zweckverband Pattonville übernahm die Siedlung vom Bund und teilte sie auf die Gemeinde Remseck am Neckar und die Stadt Kornwestheim auf. Danach entstand aus Pattonville ein neuer ziviler Stadtteil, dessen westlicher Teil zur Stadt Kornwestheim gehört.

Religionen

Die Ortsteile der heutigen Stadt Remseck am Neckar gehörten ursprünglich zum Bistum Speyer. Die Ortsherren bzw. die Grafen von Württemberg führten ab 1534 die Reformation ein, infolgedessen waren die Orte über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch. Während Aldingen zum Oberamt bzw. Dekanat Ludwigsburg gehörte, waren die anderen Orte bis 1938 Teil des Dekanats Waiblingen. Dann kamen alle zum Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. In allen Stadtteilen außer Pattonville gibt es eine evangelische Kirchengemeinde. Der Protestanten des Ortsteils Pattonville gehören kirchlich zur Evangelischen Martinsgemeinde Kornwestheim. Die evangelischen Gottesdienste werden in der 2001 eingeweihten Heilig-Geist-Kappelle gehalten, die als ökumenisches Gemeindezentrum dient.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen auch Katholiken in die Orte der heutigen Stadt Remseck am Neckar. In Aldingen wurden 1966 die katholische Kirche St. Petrus Canisius erbaut. Die zugehörige Pfarrgemeinde Aldingen ist auch für die Ortsteile Neckargröningen und Neckarrems zuständig. Im Stadtteil Hochberg wurde 1971 die Kirche St. Nikolaus und Barbara erbaut. 1977 wurde Hochberg eigene Pfarrei. Diese betreut auch die Katholiken aus Hochdorf, doch gibt es dort eine eigene Kirche St. Franziskus aus dem Jahr 1976. Die Katholiken des Ortsteils Pattonville werden von der katholischen Pfarrgemeinde Kornwestheim betreut. Katholische Gottesdienste in Pattonville werden in der 2001 eingeweihten Heilig-Geist-Kapelle gehalten. Die beiden Remsecker Pfarreien (Aldingen und Hochberg) bilden heute die Seelsorgeeinheit Remseck innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Remseck am Neckar auch Freikirchen, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen in Neckargröningen und die Evangelisch-methodistische Kirche in den Stadtteilen Neckarrems und Hochberg. Ferner ist die Neuapostolische Kirche in den Stadtteilen Aldingen und Neckarrems vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1975 15.780
31. Dezember 1980 16.593
27. Mai 1987 ¹ 16.331
31. Dezember 1990 17.459
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1995 18.375
31. Dezember 1999 20.013
31. Dezember 2000 20.519
30. Juni 2004 22.259

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Remseck am Neckar hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 26 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:

Bürgermeister

An der Spitze der Gemeinde Remseck am Neckar stand zunächst der Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 2004 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Er hat zwei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter. Der 1. Beigeordnete trägt die Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister", der weitere Beigeordnete die Amtsbezeichnung Bürgermeister.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister:

Wappen

Wappen der Stadtteile von Remseck
Aldingen Hochdorf Neckarrems Hochberg Neckar-
gröningen
Pattonville

Das Wappen der Stadt Remseck am Neckar zeigt in gespaltenem Schild vorne in Blau ein pfahlweise gestellter goldener Fisch, hinten in Silber ein roter Adlerflügel. Die Stadtflagge ist gelb-blau.

Der Fisch symbolisiert den Neckar und die Rems. Das Wappenbild war auch in den Vorgängerwappen von Neckargröningen und Neckarrems zu finden. Der Adlerflügel ist dem Adelswappen der Nothaft von Hohenberg entnommen und fand sich auch in den Gemeindewappen von Hochberg und Hochdorf. Das heutige Wappen wurde der jungen Gemeinde am 21. Juni 1977 vom Landratsamt Ludwigsburg verliehen.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Remseck am Neckar unterhält seit 1975 mit der Stadt Meslay-du-Maine in Frankreich und seit 1997 mit der Stadt Vigo di Fassa in Italien eine Städtepartnerschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Stadtgebiet führen nur Landes- und Kreisstraßen. Die Bundesautobahn 81 Stuttgart-Heilbronn ist über die Anschlussstellen Stuttgart-Zuffenhausen oder Ludwigsburg-Süd zu erreichen.

Seit 1999 ist Remseck am Neckar an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt Stuttgart angeschlossen. Von der Endhaltestelle Remseck erreicht man mit der Linie U 14 in ca. 30 Minuten den Hauptbahnhof Stuttgart. Auf Remsecker Stadtgebiet gibt es vier Haltestellen ("Hornbach", "Mühle", "Brückenstraße" und "Neckargröningen"). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen ferner drei Buslinien der Remsecker StadtBusse. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen.

Medien

Über das lokale Geschehen in Remseck am Neckar berichtet die "Ludwigsburger Zeitung".

Öffentliche Einrichtungen

Remseck am Neckar hat ein Bezirksnotariat.

Bildung

Remseck am Neckar hat ein Gymnasium (Lise-Meitner-Gymnasium Aldingen), eine Realschule (in Pattonville), eine Hauptschule (Wilhelm-Keil-Schule in Aldingen) sowie in jedem Stadtteil eine Grundschule, wobei die Grundschule in Aldingen "Neckarschule" heißt und im Wohngebiet Halde eine Außenstelle hat und die Grundschule in Neckarrems "Kelterschule" heißt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Radiomuseum im Ortsteil Neckargröningen zeigt Empfangsgeräte von 1924 bis heute. Die Heimatstube Neckarrems zeigt das bäuerliche Leben in der Region, vor allem auch eine vollständige Schuhmacherwerkstatt. In der Dorfschmiede Neckargröningen, welche eine voll funktionsfähige Schmiede besitzt, können Besucher selbst zu Hammer und Amboss greifen. Ferner gibt es noch die Ölmühle Neckargröningen.

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

Dezember: Remsecker Weihnachtsmarkt an einem Adventssonntag

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt
in Verbindung stehen

Im Ortsteil Neckargröningen wirkte von 1732 bis 1736 der Liederdichter Philipp Friedrich Hiller als Pfarrer.

Literatur

Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978

Weblinks








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