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Reschenpass

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Der Reschenpass, ital. Passo di Resia, ist ein Gebirgspass in den Tiroler Alpen, westlich des Brennerpasses und östlich der Via Mala. Er verbindet das Vinschgau (Südtirol, Italien) mit Tirol (Österreich). Die Passhöhe liegt beim Dorf Reschen (ital. Resia) auf 1504 m ü.M. Nördlich der Passhöhe verläuft heute die Grenze zwischen Österreich und Italien.



Geschichte

Der Reschenpass ist seit langer Zeit eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Schon in vorrömischer Zeit verband er als Saumpfad das obere Inntal im Norden mit dem Vinschgau im Süden. Der Reschenpass war Teil der um das Jahr 50 eröffneten Römerstrasse Via Claudia Augusta, die schnell zur Hauptverkehrsader zwischen Italien und der Region Augsburg wurde. Die Verbindung zählte auch im Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit neben den Bündnerpässen zu den wichtigsten historischen Alpenübergängen. In heutiger Zeit ist der Brenner wegen seiner Autobahnstrasse weitaus bedeutender.

Von römischer Zeit bis 1854 war die befestigte Innbrücke bei Finstermünz nördlich von Nauders eine Zollstätte. Als Relikt der Weltkriege des 20. Jahrhunderts sind auf der Passhöhe bis heute noch zahlreiche kleinere Bunkeranlagen sichtbar.

1948 bis 1950 wurde auf der italienischen Seite des Passes der Reschensee aufgestaut. Dabei versank der Ort Graun (Südtirol) in den Fluten, lediglich der Kirchturm ist noch sichtbar und dient heute zahlreichen Touristen als Foto-Motiv.

Erbauer der Alpenstraße über den Reschenpass war Carl Ritter von Ghega, der bereits den Entwurf und Bau der berühmten Semmeringbahn vollbrachte, die zu den technischen Pionierleistungen der damaligen Zeit gehörte. Heute sind der Straße die Gefahren von damals durch Tunnel und Galerien genommen worden.

Weblinks










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