Resopal
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Einordnung: Baustoff | Markenname
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Resopal (von Resin, Harz, und Opal wegen der glänzenden Oberfläche) ist der Markenname für eine bestimmte Art von Schichtstoffplatten(Baustoff), die seit den 50er Jahren gefertigt wird. Eine Platte besteht aus mehreren Papierbahnen, die mit Harz imprägniert und unter Hitze und hohem Druck zu einer homogenen Platte verpresst sind. Die Oberfläche wird als Dekorpapier ausgeführt, das mit Melaminharz, einem sehr harten Harz getränkt wird, andere Varianten haben in die Oberfläche eingebettete Metallfolien, Furniere, Textilien oder Fotos. Sie kann glatt ausgeführt werden oder mit Holz-, Stein oder Metallstruktur. Das Material hält Hitze bis 185 Grad aus, ist unempfindlich gegen Wasser und Lösungsmittel und auch weitgehend gegen Chemikalien. Es wird in Schränken und Türen verbaut, für Fußböden, Bowlingbahnen und Half Pipes verwendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch gibt es die Resopalküche: Küchenhersteller sind immer noch Hauptabnehmer für diese Schichtstoffplatte.
1930 wurde die Bordküche eines Zeppelins mit rotem Resopal gebaut, das von August Hermann Römmler in Spremberg hergestellt wurde, wo er hauptsächlich Isolierstoffe für die Elektroindustrie fertigte. 1945 demontierte die sowjetische Besatzungsmacht sein Werk , woraufhin die BBC in einer alten Zuckerfabrik in Groß-Umstadt die Produktion in ihrer Abteilung Isolierstoffe wieder aufnahm. 1971 wurde dort die heutige Resopal GmbH ausgegliedert, die inzwischen zum multinationalen Laminathersteller Wilsonart International gehört.
siehe auch: Pertinax, Portal Architektur und Bauwesen
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