Revolver (Album)
www.infos-aus-germanien.info
Einordnung: Album
- Sie wissen mehr über das Thema Revolver (Album) und möchten uns dazu etwas mitteilen?
Benutzen Sie dazu bitte unser Forum und eröffnen Sie einen neuen Thread zum Thema Revolver (Album).
Revolver ist der Titel des siebten Albums der Beatles.
Die LP wurde am 5. August 1966 veröffentlicht. Die Aufnahmen fanden vom April 1966 bis zum Juni 1966 statt. Der Titel "Revolver" bezieht sich nicht auf eine Waffe, sondern auf die Drehung des Plattentellers. Ursprünglich sollte das Album Abracadabra heißen, aber man fand heraus, dass dieser Titel schon benutzt worden war. Das berühmte Cover wurde von Klaus Voormann, einem Freund der Beatles aus ihren Tagen in Hamburg, gestaltet. Auch diese LP erreichte direkt nach Veröffentlichung den ersten Platz der Hitparade.
Die Entwicklung, die mit Rubber Soul begonnen hatte, setzte sich bei den Arbeiten zu Revolver fort. Die Beatles verwendeten mehr und mehr Zeit darauf, ihren Sound im Studio zu perfektionieren und klangliche Möglichkeiten auszuprobieren. So experimentierten sie u.a. mit rückwärtslaufenden Tonbändern, wie man es in den Liedern "I'm Only Sleeping" und "Tomorrow Never Knows" hören kann. George Harrison hatte sich mittlerweile intensiver mit indischer Musik auseinander gesetzt, was sich in seinem Song "Love You To" niederschlug.
Hatte John Lennon Rubber Soul noch als "pot album" bezeichnet, so nannte er Revolver das "acid album". Die Beatles waren inzwischen mit LSD in Kontakt gekommen.
Unter Sammlern ist die frühe Mono-Pressung begehrt, da darauf manche Songs anders abgemischt wurden.
- Taxman (Harrison)
- In diesem Stück setzt sich Harrison mit der englischen Besteuerungspolitik auseinander, so werden namentlich die ehemaligen englischen Premierminister Edward Heath und Harold Wilson als Steuereintreiber tituliert ("Taxman Mr. Wilson, Taxman Mr. Heath...").
- Eleanor Rigby (Lennon /McCartney)
- Bei den Aufnahmen zu "Eleanor Rigby" spielte keiner der Beatles ein Instrument. Ihr Produzent George Martin schrieb für diesen Song ein Arrangement für ein Streicher-Oktett, dazu sang Paul McCartney.
- I´m Only Sleeping (Lennon /McCartney)
- Love You To (Harrison)
- Speziell für diesen Song holte man den indischen Tablaspieler Anil Bhagwat ins Studio. George spielte das Sitarsolo am Anfang des Stücks.
- Here There And Everywhere (Lennon /McCartney)
- Yellow Submarine (Lennon /McCartney)
- Wieder ein Song, der speziell für Ringo Starr geschrieben wurde. Entgegen mancher Aussagen handelt es sich nicht um einen drogenbeeinflußten Song, sondern wirklich nur um ein Kinderlied. Später wurde um das imaginäre gelbe U-Boot die Geschichte für den Film Yellow Submarine erfunden.
- She Said, She Said (Lennon /McCartney)
- In diesem Song setzt sich Lennon mit einer LSD-Erfahrung auseinander. Angeregt wurde er zum Text des Stücks von einem Gespräch mit Peter Fonda, der - unter dem Einfluß von LSD - davon sprach "... I know what it's like to be dead..."
- Good Day Sunshine (Lennon /McCartney)
- And Your Bird Can Sing (Lennon /McCartney)
- For No One (Lennon /McCartney)
- Die intensivere Arbeit an ihrer Musik und die Suche nach neuen Arrangements und einsetzbaren Instrumenten führte bei diesem McCartney Song dazu, dass man eigens den Hornisten Alan Civil engagierte, um das kurze Hornsolo einzuspielen. Ansonsten wirkten hier zwei der Beatles: Paul McCartney mit seinem Gesang, Keyboard und Bass und Ringo Starr mit Percussions.
- Dr. Robert (Lennon /McCartney)
- Diesen Dr. Robert gab es wirklich. Dr. Robert Freymann praktizierte in New York. In dem Lied geht es um einen Arzt, der prominente Personen mit Drogen versorgt, wann immer diese bei ihm danach fragen.
- I Want To Tell You (Harrison)
- Got To Get You Into My Life (Lennon /McCartney)
- Tomorrow Never Knows (Lennon /McCartney)
- Der Titel geht - wie bei A Hard's Night - auf einen Ausspruch Ringos zurück, der John im Gedächtnis geblieben war. Ursprünglicher Titel dieses Songs war The Void. Letzteres bezieht sich textlich auf Timothy Leary, der eine Erweiterung des Bewußtseins durch Drogen propagierte. John Lennon nahm zu dieser Zeit LSD und war durch Leary beeinflusst.
