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Reykjahlíð

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Der kleine Ort Reykjahlíð liegt am Mývatn, dem viertgrößten See Islands. Die Entfernung zur Hauptstadt beträgt 488 Straßen-km und nach Egilsstaðir 165 km. In Reykjahlíð leben etwa 200 Menschen.

Er entkam im 18. Jahrhundert zur Zeit der Mývatn-Feuer (Vulkanausbrüche der Krafla) mit knapper Not einer Katastrophe. Die Einwohner waren zum Glück alle in der etwas höher gelegenen Kirche versammelt, als ein großer Lavastrom ihre Häuser zerstörte, aber den Kirchhügel verschonte.

Von Reykjahlið aus kann man zahlreiche Ausflüge zu den vorwiegend vulkanisch geprägten Naturwundern der Gegend machen: Zur Krafla mit ihren dampfenden Solfatarenfeldern und dem türkisblauen Víti-Krater, zum Námaskarð, wo der ganze Berg schwefelt und Schlammlöcher blubbern, zum Hverfjall und zu den Pseudokratern von Skútusstaðir. Vor etwa 2000 Jahren bildeten sich die Dimmuborgir (dunkle Burgen), ein Labyrinth aus Lavaformationen.

In der Nähe von Reykjahlíð gibt es zwei mit warmem Wasser gefüllte Höhlen. Ein unterirdischer Lavastrom hat inzwischen das Wasser in der Grjótagjá für ein Bad zu sehr erhitzt. Dichter am Ort liegt die Stóragjá. In ihr ist der Wasseraustausch für ein ungefährdetes Bad zu gering.

Neben dem Freibad im Osten des Ortes gibt es seit dem 30. Juni 2004 auch ein Naturbad mit türkisfarbenen Geothermalwasser ähnlich der bekannten "Blaue Lagune" auf Reykjanes.

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