Richard Oswald
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Einordnung: Mann | Österreicher | Filmregisseur
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Richard Oswald (* 5. November 1880 in Wien als Richard W. Ornstein; †11. September 1963 in Düsseldorf) war ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Wie viele Regisseure kommt auch Oswald vom Theater zum Film, wo er in der Folge als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur tätig ist. Zu Beginn seiner Karriere im Filmgeschäft hatte er Erfolg mit der Verfilmung seines Drehbuches zum Film „Der Hund von Baskerville“ (1914). Es folgten Fortsetzungen bei denen er nun auch teilweise Regie führte.
Im Jahr 1916 gründet Oswald seine eigene Produktionsgesellschaft die „Richard-Oswald-Filmgesellschaft“. Erfolg hat er weiter mit seinen Detektivfilmserien. In der Folge arbeitet er mit Regisseuren wie Lupu Pick und Reinhold Schünzel zusammen. Oswald führt auch immer noch selber Regie wobei er mit den Filmen „Es werde Licht“ (1917) und „Anders als die anderen“ (1919) Neuland betritt. „Es werde Licht“ ist ein „Aufklärungsfilm“ der sich mit der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten beschäftigt. In „Anders als die anderen“ geht es um die strafrechtliche „Belangbarkeit“ von Homosexuellen im Kaiserreich, bzw. in der Weimarer Republik. Mit „Unheimliche Geschichten“ (1919) dreht Oswald einen frühen Vertreter des Horrorfilms. 1922 wird seine Firma zur Aktiengesellschaft erweitert. In der Folge brachten einige Großproduktionen nicht den gewünschten kommerziellen Erfolg. Schon 1926 meldet die Firma Konkurs an.
Zusammen mit Heinrich Nebenzahl gründete Oswald 1925 die „Nero Film“ für die berühmte Regisseure wie Fritz Lang Filme wie „M“ (1931) und „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1933) und Georg Wilhelm Papst Filme wie „Die Büchse der Pandora“ (1929) und „Westfront 1918“ (1930) drehten.
Der erste Tonfilm von Oswald „Wien, du Stadt der Lieder“ (1930) wird ein Publikumserfolg. Oswald schafft den Sprung ins Tonfilmzeitalter. Es folgen weiter kommerziell erfolgreiche Filme. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten beendete allerdings seine Karriere in Deutschland. Oswald musste fliehen.
Wie bei vielen anderen Künstlern geht auch sein Weg über andere Länder schließlich in die USA. Vorher drehte Oswald noch in den Niederlanden, Großbritannien, Österreich und Frankreich Filme. Ab 1938 ist Oswald in der USA. In der USA realisierte er nur noch drei Filme. Den letzten 1949 „The lovable Cheat“. In den fünfziger Jahren versucht er mit eigenen TV Produktionen noch einmal erfolglos im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Am 11.09.1963 stirbt Richard Oswald in Düsseldorf. Er befand sich grade zu Besuch in Deutschland.
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