Rietberg
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Einordnung: Ort in Nordrhein-Westfalen
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| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Hilfe zu Wappen | |||
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||
| Kreis: | Gütersloh | ||
| Fläche: | 110,37 km² | ||
| Einwohner: | 29.834 (31.12.2003) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 254 Einwohner/km² | ||
| Höhe: | 74-93 m ü. NN | ||
| Postleitzahl: | 33397 (alte PLZ: 4835) | ||
| Vorwahlen: | 05244 / 02944 / 05242 / 05248 | ||
| Geografische Lage: | 51° 48' n. Br. 8° 26' ö. L. | ||
| Kfz-Kennzeichen: | GT
| ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 54 032 | ||
| Gliederung des Stadtgebiets: | 7 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 1 33397 Rietberg | ||
| Offizielle Website: | www.rietberg.de- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@rietberg.de |
| Politik | |||
| Bürgermeister: | André Kuper (CDU) | ||
Rietberg ist eine Stadt an der Ems in Ostwestfalen-Lippe, südlich von Gütersloh.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Die Gesamtfläche des Stadtgebiets beträgt 100,37 km², die größte Ost-West-Ausdehnung 14 km und die größte Nord-Süd-Ausdehnung 18 km.
Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus den sieben Stadtteilen
- Rietberg
- Neuenkirchen
- Varensell
- Druffel
- Bokel
- Mastholte
- Westerwiehe
Geschichte
Die erste Nennung von Rietberg erfolgte als Rietbike um 1100. Der Name entstand aus der Zusammenfügung von Ried (für Schilfrohr) und Bach. Bereits im 11. Jahrhundert war hier Rietberg als eine Burganlage errichtet worden - wohl als Grenzburg der Grafen von Werl-Arnsberg gegen Paderborn. Im Jahre 1237 wurde Rietberg der Sitz des neubegründeten Grafenhauses Rietberg wurde. "Berg" im Ortsnamen weist jetzt - wie vielerorts üblich - nicht auf einen Berg, sondern auf die Burganlage hin.
Durch die Abspaltung des Grafen Konrad von Arnsberg 1237 als Graf von Rietberg ging der Name der Burg auf die Familie der Grafen von Rietberg über. Rietberg war so seit dem 13. Jahrhundert Hauptstadt eines eigenständigen deutschen Territoriums. Das Staatsgebiet erstreckte sich von Schloß Holte/Liemke im Norden bis nach Mastholte im Süden. Im Osten grenzte es an das Fürstbistum Paderborn, im Westen an das zum Fürstbistum Osnabrück gehörende Amt Reckenberg mit seiner bischöflichen Verwaltung auf dem Reckenberg in Wiedenbrück. Dieses Land Rietberg bestand bis zu seinem staatlichen Ende im Jahre 1807.
Die Grafschaft Rietberg war im Mittelalter ein sehr kleines Land, das aber dennoch über eigenes Militär, über eine eigene Währung und über eine eigene Gesetzgebung verfügte und im gewissen Rahmen auch eine eigenständige Außenpolitik betrieb. Bis zum 17. Jahrhundert wurden eigene Münzen geprägt. Die Landesregierung hatte bis zum 18. Jahrhundert ihren Sitz auf dem Mitte des 14. Jahrhunderts errichteten Schloß Rietberg (ca. 1 km südlich der Stadt).
Anfang des 19.Jahrhunderts wurde das Rietberger Schloß abgebrochen, da es nicht mehr benötigt wurde. Erhalten sind lediglich Reste der Wallanlagen sowie die im Jahr 1748 geweihte Johanneskapelle.
Neben der Haupt- und einzigen Stadt Rietberg bestand die Grafschaft Rietberg nur aus eine Anzahl Bauerschaften. Diese wurden mit der Auflösung der Grafschaft 1807 unter Preußenherrschaft selbständig. Im Jahr 1843 wurden sie dann zum Amt Rietberg mit einer gemeinsamen Amtsverwaltung in Rietberg zusammengeschlossen.
Mit der Kommunalreform 1970 gingen diese eigenständigen Landgemeinden Bokel, Druffel, Mastholte, Moese, Neuenkirchen, Varensell und Westerwiehe dann in der gemeinsamen Stadt Rietberg auf. Die Gemeinde Moese ging dabei in Mastholte auf, so dass dieser Ortsname heute nicht mehr existiert.
Religionen
Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch.
Politik
Gemeinderat
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Städtepartnerschaften
Seit 1983 besteht eine Beziehung zur französischen Stadt Riberac in Südfrankreich. Im Rahmen dieser Städtepartnerschaft finden in jedem Jahr zahlreiche Austauschbegegnungen zwischen Schulen und Vereinen statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
- 30% Industrie
- 27% Einzelhandel
- 15% Großhandel
- 28% Dienstleistung
Literatur
- Bert Bertling: Mastholte - Die Geschichte zweier Gemeinden Moese und Mastholte, Rehling, 1997; ISBN 3924088039
- Matthias E. Borner: Pölter, Plörre und Pinöckel - Grundwortschatz zum Überleben im Kreis Gütersloh, Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004; ISBN 3000142495
- Monika Grode: 25 Jahre Städtische Realschule Rietberg, Rehling, 1992; ISBN 3924088020
- Alwin Hanschmidt: 500 Jahre Pfarrkirche St. Johannes Baptista Rietberg 1483-1983, Rehling, 1983; ISBN 3924088004
- Wilhelmine Herbort: Die Rietberger Emsniederung - Eine Landschaft im Wandel der Zeit, Verlag für Regionalgeschichte, 1999; ISBN 3895342718
- Bernhard Selhorst: Rietberg, Flöttmann Verlag, 1977; ISBN 3872310097
- o.V.: Feine Möbel aus Westfalen - Die Manufaktur des Rietberger Hofmalers Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher, Edition Braus im Wachter-Verlag, 2003; ISBN 3899040694
Weblinks
- weitere Weblinks
- www.rietberg.deHeimatverein Rietberg Historische Informationen
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