Robert Schuman
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Einordnung: Mann | Franzose | Politiker (Frankreich) | Mitglied des Europäischen Parlaments
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Nicht mit dem deutschen Komponisten Robert Schumann zu verwechseln.
Robert Schuman (* 29. Juni 1886 in Clausen, Luxemburg; †4. September 1963 in Chazelles bei Metz) war ein französischer Politiker.
Schuman bereitete als französischer Außenminister den Weg zur Schaffung der Montanunion (Schuman-Plan). Später war Schuman Präsident des Europäischen Parlaments. Er gilt zusammen mit Jean Monnet als Gründervater der Europäischen Union.
Lebenslauf
--InfoG 09:13, 8. Apr 2005 (CEST)
- 1886: am 29. Juni in Clausen (Luxemburg) als Sohn der katholischen Eltern Jean-Pierre Schuman und Eugenie geboren; Taufname: Jean-Baptiste Nicolas Robert.
- 1896-1903: Besuch des großherzoglichen Gymnasiums Athenäum in Luxemburg; Abitur am kaiserlichen Gymnasium in Metz.
- 1904: Studienbeginn an der Universität Bonn; Beitritt zur Studentenverbindung Unitas Bonn, Mitglied des Unitas-Verbandes; Studium der Rechtswissenschaften in München, Berlin und Straßburg. In diesen Städten wurde er Mitglied der Studentenverbindungen Unitas München, Unitas Berlin und schließlich Unitas Straßburg.
- 1908 Erstes Staatsexamen und Referendarzeit in Metz.
- 1910: Promotion in Berlin zum Doktor jur. "summa cum laude".
- 1911: Unfalltod der Mutter; Schuman trägt sich mit dem Gedanken, Priester zu werden.
- 1912: zweites Staatsexamen; Rechtsanwalt in Metz.
- 1913: Vorsitzender der Organisation des Deutschen Katholikentages in Metz.
- 1914-1918: Arbeit am Bezirkspräsidium in Boulay, offizier in die deutsche Armee
- 1918: Mitglied des Stadtrates von Metz.
- 1919: nach der französischen Annektion von Elsaß-Lothringen Wechsel in die französische Staatsangehörigkeit; für die Republikanische Union Lothringen (Union Republicaine Lorraine) als Abgeordneter Lothringens in der französische Nationalversammlung; dieses Mandat behielt er bis zu seiner Verhaftung durch die Gestapo 1941.
- 1928-1936: Vorsitzender des Ausschusses für Elsass-Lothringen; zeitweilig Vizepräsident des Abgeordnetenhauses.
- 1941-1942: Gefängnishaft in Metz und in Neustadt an der Weinstraße; Flucht.
- 1945: erneut Abgeordneter in der Nationalversammlung; Präsident des Finanzausschusses.
- 1946: Schuman wird Finanzminister.
- 1947-1948: Ministerpräsident von Frankreich.
- 1948-1952: Außenminister in acht kurzlebigen Kabinetten der politischen Mitte.
- 9. Mai 1950: historische Erklärung für die Neukonstruktion Europas, beginnend mit der Montanunion, die politisch zur Föderation Europas führen sollte.
- 18. April 1951: Unterzeichnung des Montanvertrages in Paris.
- 1952: Verwirklichung der Montanunion; für seine Vorstellung von einer Europäischen Gemeinschaft findet er in Frankreich noch kein Verständnis, so dass er sein Amt niederlegen muss.
- 1953: Die Straßburger Konvention für Menschenrechte und bürgerliche Grundfreiheiten, von Schuman noch maßgeblich mitgestaltet, wird unterdessen von 26 europäischen Staaten unterzeichnet.
- 1955: Justizminister.
- 1953-1958: bei zahllosen Vortragsreisen wirbt Schuman auf dem ganzen europäischen Kontinent für seine Idee eines geeinten Europas.
- 1958- 1960: Wahl Schumans zum Präsidenten des Europäischen Parlaments; die Annahme der Römischen Verträge 1957 führen Europa auf den Weg zurück, den der Vater Europas bereits in seiner Erklärung vom 9. Mai 1950 eingeschlagen hat.
- 1958: Träger des Karlspreises der Stadt Aachen.
- 1959: Verleihung des Erasmus-Kulturpreises zusammen mit Karl Jaspers.
- 1963 4. September: Tod Robert Schumans in Scy-Chazelles bei Metz.
--InfoG 09:13, 8. Apr 2005 (CEST)
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