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Roger Tichborne

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Der englische Baronet Sir Roger Tichborne (* 5. Januar 1829) wanderte 1853 auf einem französischen Schiff aus und kam wahrscheinlich bei dem Schiffbruch der Bella im April 1854 um.

Seine reiche Erbschaft wurde den Verwandten, die sie in Besitz genommen hatten, 1866 von einem Fleischergesellen Arthur Orton aus Neusüdwales streitig gemacht, der sich für den verschollenen Sir Roger ausgab.

Anerkannt von der Mutter Sir Roger Tichbornes und unterstützt von Advokaten und Agitatoren, gelang es dem Prätendenten, die öffentliche Meinung für sich zu interessieren und einen Prozess gegen die Erben einzuleiten, für dessen Kosten seine Anhänger allmählich 60.000 Pfund Sterling aufbrachten.

Dieser Prozess, der das größte Aufsehen machte, zog sich infolge der zahlreichen weit hergeholten Schutz- und Belastungszeugen und der Winkelzüge der Advokaten lange hin, Orton wurde 1872 zunächst für einen Betrüger erklärt und 1874 wegen doppelten Meineids zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Obwohl bei den Gerichtsverhandlungen der Tichborne-Prätendent sich als dem Verschollenen ganz unähnlich, überdies roh und ungebildet erwies, wurde die Agitation für ihn auch nach seiner Verurteilung noch einige Zeit sowohl in Tichborne-Meetings und Zeitungsartikeln als auch im Parlament fortgesetzt.

Als Orton aber 1884 aus dem Zuchthaus entlassen wurde, war das Interesse für ihn erloschen.






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Roger Tichborne aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.