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Ronneburg (Hessen)

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Die Ronneburg
Inhaltsverzeichnis

Die Burg Ronneburg liegt in Hessen im Main-Kinzig-Kreis, unweit der Städte Büdingen, Gelnhausen und Hanau. Durch ihre Lage auf einem steilen Basaltkegel ist sie weithin sichtbar und das Wahrzeichen der Wetterau. Erbaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert.

Geschichte der Burg

Erstmals wird die Burg im Jahre 1258 urkundlich erwähnt, da allerdings schon 1231 von einem „Altar in castro Roneburg“ die Rede ist, dürfte die staufische Wehranlage schon älter sein. Der frühere Name Raneberg oder auch Roneberg leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort „Rone“ ab, was soviel wie „umgefallener Baum“ bedeutet und auf eine viel ältere mit Palisaden befestigte Anlage hindeutet.

Ende des 13. Jahrhunderts gelangt die Burg in den Besitz der Grafen von Büdingen, anschließend an die Familie von Hohenlohe. Gottfried III. von Hohenlohe-Brauneck verkauft die Burg 1313 an das Erzbistum Mainz. Hier wird das Anwesen ab 1327 an die Ritter von Rockenberg verpfändet, unter deren Einfluss die Burg erweitert wird. 1339 bis 1356 ist die Anlage wieder unter der Verwaltung des Bistums. In dieser Zeit entstehen weitere An- und Umbauten. Ab 1424 wird die Ronneburg erneut verpfändet, diesmal an den Grafen von Hanau.

1476 überschreibt der Mainzer Erzbischof Diether von Ysenburg die Burg seinem Bruder Ludwig II. von Ysenburg-Büdingen. Nach dem Tode Ludwigs im Jahr 1511 erschüttert ab 1617 ein Krieg zwischen seinen drei Söhnen um das Erbe das Büdinger Land. 1523 fällt die Burg an Philipp von Ysenburg-Büdingen, er gründet die Linie Ysenburg-Büdingen-Ronneburg, später Ysingen-Ronneburg. Unter dessen Regentschaft erhält die Ronneburg ihre endgültige Form. Nach dem Tode Heinrichs von Ysingen-Ronneburg im Jahr 1601 erlischt die Linie jedoch wieder. Nun beruft sich Ernst I. von Ysenburg-Büdingen auf sein Erbrecht und nimmt die Burg mit Gewalt in seinen Besitz.

Bei einem Brand werden 1621 große Teile der Burg zerstört. Dreizehn Jahre später fällt die Ronneburg einer Plünderung durch kroatische Truppen zum Opfer.

Den calvinistischen Ysenburg-Büdingern ist es zu verdanken, dass sich ab 1700 protestantische Exilanten auf der Burg niederlassen dürfen. Die Burg wird für einige Zeit zum Zufluchtsort für religiös Verfolgte und „Unbehauste" (Juden und Zigeuner). 1736 zieht dann Graf von Zinzendorf mit seiner Herrnhuter Brüdergemeine ein und macht die Burg zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort. Schon zwei Jahre später ist die Burg jedoch zu klein für die Glaubensbrüder, sie ziehen auf einen nahe gelegenen Hügel und gründen dort die Siedlung Herrnhaag

Ab 1842 wandern viele Bewohner nach Amerika und anderen Ländern aus.

Im Juni 2004 verkauft Fürst Wolfgang Ernst II. von Ysenburg-Büdingen die Ronneburg an Freiherrn Joachim Benedikt von Herman auf Wain, einen Vetter von Fürstin Leonille von Ysenburg-Büdingen.

Sehenswertes und Aktivitäten rund um die Burg

Öffnungszeiten und Termine

Gemeinde Ronneburg

Die kleine gleichnamige Gemeinde Ronneburg zu Füßen der Burg besteht aus den Ortsteilen

Weblinks








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