Saal (Vorpommern)
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Die erste Erwähnung Saals finden wir in einer Urkunde der Stadt Barth aus dem Jahr 1255. Zu jener Zeit existierte schon eine verlassene slawische Burganlage an der Mündung des Saaler Baches in den heutigen Bodden. Die Bevölkerung setzte sich um 1255 aus eingessenen Slawen zugewanderten Westfalen und Dänen zusammen. Die erste Kirche bestand zu jener Zeit schon, war aber gänzlich aus Holz und dem „Heiligen Kreuz“ geweiht. Von der heutigen Ortschaft Tempel, damals eine Komturei, kamen Tempelritter nach Saal. Der Orden suchte nach Ausbreitungsmöglichkeiten im Nordosten, musste aber auch Vorsorge für sein Weiterbestehen treffen, da das Heilige Land verloren war. Der Orden indizierte den Bau der Kirche, die noch heute in beeindruckender Wucht die Landschaft prägt und ein ganz anderes Bild gotischer Bauart vermittelt. Alles an dieser Kirche ist durch Versetzungen gekennzeichnet: Die Fenster, die Portale. Die ausgefransten Hallenwände zeugen von geplanten oder symbolischen An- und Weiterbauten. Den Eingang zum unterirdischen Gang, hinter dem Altar, kann man noch heute besichtigen. Er soll irgendwo am Bodden enden. Unter dem abseits stehenden Glockenturm (1731) befindet sich ein Hohlraum, der jedoch bis heute nicht erforscht ist. Die Legende geht, dass um 1300 ein Teil des Templerschatzes dort untergebracht wurde. Einer der Templer stahl einen Teil des Schatzes und versteckte ihn in einem der Pfeilerfundamente. Es soll sich um die verschwundenen Reichsinsignien Johann Ohnelands handeln, die diesem 1216 auf unklare Weise abhanden gekommen waren. Bis zum Jahr 1309 hatten die Templer die Boddenburg wieder errichtet und als Hafenanlage genutzt. Heute zeugen nur noch die Burgwälle von der einmal großen Zeit. Die Vitalienbrüder unter Störtebeker (Christusritter/Nachfolgeorden der Templer in Potugal) hatten die Burg noch bis 1391 genutzt und sollen den Schatz unter dem heutigen Glockenturm dorthin verbracht haben. 1391 wurden sie in eine Schlacht mit den Dänen auf dem Bodden verwickelt, mussten fliehen und betraten den Boden Saals nie wieder. So soll der Schatz noch immer dort liegen. Heute sind die Templer in Saal vergessen, nur den Namen Störtebekers raunt man sich noch zu. Wer einmal nach Saal kommt, sollte nicht versäumen, den uralten Steinkreis, die Apostelsteine zu besichtigen.
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