Sachsen-Anhalt
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Einordnung: Bundesland (Deutschland) | Sachsen-Anhalt
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Siehe auch Portal Sachsen-Anhalt
| Basisdaten | |
|---|---|
| Hauptstadt: | Magdeburg |
| Fläche: | 20.445 km² |
| Einwohner: | 2.535.833 (30.06.2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 124 Einwohner/km² |
| ISO 3166-2: | DE-ST |
| Offizielle Website: | www.sachsen-anhalt.de |
| Stimmen im Bundesrat: | 4 |
Sachsen-Anhalt ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Landeshauptstadt ist Magdeburg, Nachbarländer sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Die Einwohner werden Sachsen-Anhalter (öfters auch falsch Sachsen-Anhaltiner) genannt. Das Eigenschaftswort lautet entweder sachsen-anhaltisch oder sächsisch-anhaltisch.
| Inhaltsverzeichnis |
Landesstruktur
Die Gegend des heutigen Sachsen-Anhalt war im frühen Mittelalter einer der kulturellen Schwerpunkte im deutschsprachigen Raum, die heutige Landeshauptstadt Magdeburg war schon damals eines der wichtigsten politischen Zentren im Heiligen Römischen Reich. Von der früheren Bedeutung der gesamten Region zeugen heute die für das Land typischen, gut erhaltenen Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik und der Gotik (siehe auch Straße der Romanik) wie der Magdeburger Dom, die Quedlinburger Altstadt, viele Burgen und alte Kirchen. Sachsen-Anhalt ist laut Landesmarketinggesellschaft das Bundesland mit der höchsten Dichte an UNESCO-Weltkulturerben in Deutschland: Hierzu zählen das Bauhaus in Dessau, die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben, die Altstadt von Quedlinburg und der Schlosspark von Wörlitz. Prägend für die hiesigen Ortschaften und Städte sind neben verwinkelten Fachwerkaltstädten und eng bebauten Dörfern - ebenfalls oft mit Fachwerkarchitektur und sehenswerten alten Dorfkirchen - auch Gebäude aus der Zeit der preußischen Provinz Sachsen, die als reichste Provinz des Landes galt. Im Norden wird die sachsen-anhaltische Landschaft von Flachland geprägt. Hier in der Altmark befinden sich alte Hansestädte wie Salzwedel, Stendal und Tangermünde. Im Nordosten befinden sich die Colbitz-Letzlinger Heide und der Drömling. Südlich davon schließt sich die fruchtbare, waldarme Magdeburger Börde an, in der sich Städte wie Burg, Schönebeck oder Haldensleben, Oschersleben, Wanzleben, Aschersleben oder Hettstedt befinden. Hier liegt auch die Landeshauptstadt Magdeburg. Im Südwesten liegt der Unterharz mit dem Harzvorland und Städten wie Wernigerode, Quedlinburg oder Halberstadt. An der Grenze zum Freistaat Sachsen befindet sich der Ballungsraum Halle (Saale)-Merseburg-Bitterfeld (auch "Chemiedreieck" genannt), der bis ins sächsische Leipzig reicht. In der Vergangenheit war hier die Chemieindustrie der wirtschaftliche Schwerpunkt (Leuna). An der Saale und der Unstrut, wo sich ein Weinanbaugebiet befindet, liegen Naumburg (Saale), Zeitz und Freyburg. Schließlich gehört zu Sachsen-Anhalt noch die im Osten gelegene drittgrößte Stadt des Landes, die alte anhaltische Residenzstadt Dessau und ein Teil des Flämings.
Wirtschaft und Verkehr
Die Region um Halle (Saale) bildet zusammen mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine wirtschaftliche Schwerpunktregion. Hier laufen verschiedene Verkehrsströme zusammen. Traditionell befindet sich in der Gegend ein Schwerpunkt von Chemie- und Erdölindustrie ("Chemiedreieck", Leuna). Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die günstig zwischen Hannover und Berlin gelegene Landeshauptstadt Magdeburg.
Insgesamt hat Sachsen-Anhalt große Schwierigkeiten bei der Umstrukturierung der Industrie. So kam es zu vielen Firmenschließungen (Waggonbau Halle-Ammendorf), was eine hohe Arbeitslosigkeit (die höchste in der Bundesrepublik Deutschland) zur Folge hat.
Durch Sachsen-Anhalt verlaufen mit der Elbe, dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal wichtige Wasserstraßen, die sich bei der Landeshauptstadt Magdeburg am Wasserstraßenkreuz treffen. Außerdem verläuft in Ost-West-Richtung die Autobahn 2 und die ICE-Trasse Hannover-Berlin durch das Land. Ergänzt wird das Fernstraßennetz durch die Nord-Süd-Autobahn A 14 von Magdeburg über Halle nach Dresden.
Durch Sachsen-Anhalt verläuft die Ferienstraße der Romanik, die wegen des großen romanischen Erbes dieser Landschaft eingerichtet wurde. In den Großräumen Magdeburg und Halle existieren S-Bahnen (S-Bahn Magdeburg, S-Bahn Leipzig-Halle).
- Siehe auch Tourismus in Sachsen-Anhalt
Städte
- Wichtige Städte in Sachsen-Anhalt:
Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen-Anhalt.
Geschichte
Zur Geschichte des Gebietes vor 1944 siehe unter Provinz Sachsen und Anhalt
Im Juli 1944 wurde die vormalige preußische Provinz Sachsen, bestehend aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Halle-Merseburg und Erfurt in die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg aufgeteilt, während der Regierungsbezirk Erfurt dem Reichsstatthalter Thüringen unterstellt wurde. 1945 wurden die beiden Provinzen, ferner der Freistaat Anhalt (um Dessau), die braunschweigische Enklave Calvörde und der östliche Teil des Kreises Blankenburg im Harz, auch vorher dem Freistaat Braunschweig zugehörig, sowie die thüringische Enklave Allstedt von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) zur neuen Provinz Sachsen vereinigt. Der Name wurde im gleichen Jahr noch in Provinz Sachsen-Anhalt geändert. 1947 erfolgte nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Sachsen-Anhalt. Landeshauptstadt wurde Halle. Das Land hatte eine Größe von 24.576 km².
1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land de facto aufgelöst (de jure bestand es noch einige Jahre weiter) und in die zwei Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Dabei geschahen Grenzbereinigungen, bei denen einzelne Städte und Gemeinden von den Nachbarkreisen eingegeliedert oder ausgegliedert wurden, wodurch sich die Bezirksgrenzen gegenüber den ehemaligen Landesgrenzen verschoben.
1990 erfolgte die Neubildung des Landes Sachsen-Anhalt mit den ehemaligen Bezirksterritorien Halle, ohne den Kreis Artern, und Magdeburg sowie den Kreis Jessen. Landeshauptstadt wurde Magdeburg.
Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt:
- 21.07.1947 - 13.08.1949: Dr. Erhard Hübener
- 13.08.1949 - 23.07.1952: Werner Bruschke
Zwischen 1952 und 1990 war das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst.
- 28.10.1990 - 04.07.1991: Dr. Gerd Gies CDU
- 04.07.1991 - 28.11.1993: Professor Dr. Werner Münch CDU
- 02.12.1993 - 21.07.1994: Dr. Christoph Bergner CDU
- 21.07.1994 - 16.05.2002: Dr. Reinhard Höppner SPD
- seit dem 16.05. 2002: Professor Dr. Wolfgang Böhmer CDU
Politik
Sachsen-Anhalt hatte nach seiner (Wieder-)Gründung 1990 auf Grund von Korruptions- oder Stasivorwürfen unter häufigen Regierungswechseln zu leiden. Weitere Probleme entstanden durch die schwache Konjunktur des ehemaligen Schwerpunktgebietes chemischer Industrie in der DDR. Bei der letzten Landtagswahl fiel die vorher regierende SPD mit zweistelligen Verlusten hinter die CDU und PDS zurück und wurde nur drittstärkste Partei im Landtag. Bei der Landtagswahl 1998 errang die als rechtsextrem geltende DVU aus dem Stand 12,9%, was von vielen Menschen mit Besorgnis aufgenommen wurde. Die DVU ist mittlerweile durch interne Streitigkeiten zerbrochen und nicht mehr im Landtag vertreten.
Verwaltungsgliederung
Ehemalige Regierungsbezirke
Sachsen-Anhalt bestand bis 2003 aus den 3 Regierungsbezirken:
Zum 1. Januar 2004 wurden die Regierungsbezirke aufgelöst. Die Arbeit der Regierungspräsidien übernahm das für das gesamte Bundesland eingerichtete Landesverwaltungsamt mit Sitz in Halle (Saale).
Landkreise
Bei der ersten Kreisgebietsreform am 1. Juli 1994 wurden aus vormals 37 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten 21 neue Landkreise gebildet. Drei Städte haben den Status einer kreisfreien Stadt behalten.
Im Dezember 2003 beschloss die Landesregierung die Neugliederung des Landes in 11 Landkreise bis 2008. Ersten Planungen zufolge soll Dessau wegen der dramatisch gesunkenen Einwohnerzahl den Status einer kreisfreien Stadt verlieren. Die Kreistage des Saalkreises und des Landkreises Merseburg-Querfurt bekundeten im Februar 2004 ihre Absicht, sich zu einem Großkreis zu vereinigen. Der Landkreis Anhalt-Zerbst wird wahrscheinlich auf die Kreise Jerichower Land und Wittenberg aufgeteilt, allerdings gibt es gegen diese Planungen lokalen Widerstand.
Derzeit unterteilt Sachsen-Anhalt sich in 21 Landkreise (1{| |
- Altmarkkreis Salzwedel (SAW)
- Anhalt-Zerbst (AZE)
- Aschersleben-Staßfurt (ASL)
- Bernburg (BBG)
- Bitterfeld (BTF)
- Bördekreis (BÖ)
- Burgenlandkreis (BLK)
- Halberstadt (HBS)
- Jerichower Land (JL)
- Köthen (KÖT)
- Mansfelder Land (ML)
- Merseburg-Querfurt (MQ)
- Ohrekreis (OK)
- Quedlinburg (QLB)
- Saalkreis (SK)
- Sangerhausen (SGH)
- Schönebeck (SBK)
- Stendal (SDL)
- Weißenfels (WSF)
- Wernigerode (WR)
- Wittenberg (WB)
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Kreisfreie Städte
und 3 kreisfreie Städte:
- Dessau (DE)
- Halle (Saale) (HAL)
- Magdeburg (MD)
Städte und Gemeinden
Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen-Anhalt
Regionen
- Altmark
- Colbitz-Letzlinger Heide
- Drömling
- Dübener Heide
- Fiener Bruch
- Goldene Aue
- Großes Bruch
- Harz
- Huy
- Magdeburger Börde
- Wische
Sprache
In Sachsen-Anhalt wird heute ein stark vom Thüringisch-Obersächsischen geprägtes Hochdeutsch mit spezifischen Wendungen aus dem Mark-Brandenburgischen gesprochen. In der Altmark trifft man sehr selten bei älteren Sprechern noch auf die Ostniederdeutsche Sprache.
Siehe auch: Dialekte in Sachsen-Anhalt
Küche
Siehe unter: Sachsen-Anhaltinische Küche
sonstiges
- Lied für Sachsen-Anhalt (Regionalhymne)
- Suche nach Sachsen-Anhalt Infos mit: Yahoo
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