Santino Bussi
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Santino Bussi (* 1664 in Bissone, Schweiz; †1736 in Wien ) gehörte dem führenden Wiener Künstlerkreis um die beiden Fischer von Erlachs, Johann Lucas von Hildebrandt und Domenico Martinelli an.
Leben
Er stammt aus einer berühmten italienischen Stukkateurfamilie. Er ist der Sohn des Malers Giovanni Francesco Bussi. Seinen ersten Zeichenunterricht genoß der kleine Santino bei seinem Vater, später trat er in die Werkstatt eines Stukkateurs ein, um dessen Handwerk zu erlernen. Schon sehr früh, im Alter von zwölf Jahren, wirkte er im Gefolge einer Gruppe von Bauleuten und Künstlern als Wanderstukkateur in Mailand, Böhmen, Prag und Mähren.
1695 ruft ihn Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein nach Wien, wo er Stadtbürger, Mitglied der Stukkateurinnung und Meister wird. Die rege Bautätigkeit der Hauptstadt der Monarchie kommt Bussi sehr zugute und später wird er auch zum Hofstukkateur ernannt. Bussi galt als tüchtiger Meister, der sich aber seine Arbeiten auch gut honorieren liess und daher auch entsprechend großzügig bei seinen Ausgaben sein konnte. Für die Ausstattung des Palais Liechtenstein in der Bankgasse erhielt er einst 6000 Florentiner Gulden und 70 Eimer Wein als Lohn.
Arbeiten
Er wirkte in den Adelspalästen in und um Wien und erhielt seine Aufträge unter anderem vom Prinz Eugen von Savoyen (Stadtpalais, heute Finanzministerium; Schloss Belvedere), vom Graf Kaunitz (Palais Kaunitz, Herrengasse), von Fürst Johann Adam Andreas (Palais Liechtenstein), Leopold Donat Fürst Trautson (Palais Trautson), Graf Harrach (Palais Harrach) und Fürst Schwarzenberg (Palais Schwarzenberg), alle in Wien
Bussi stattete auch viele Schlösser aus, darunter Schloß Libochovice (Litomerice, Tschechien), Schloss Libesice (Litomerice), Palais Czernin (Prag), Palais Clam-Gallas (Prag), Schloss Feldsberg (Valtice, Tschechien), Schloss Austerlitz (Slavkov bei Brünn, Tschechien), Schloss Thürnthal (Fels am Wagram, Österreich), Schloß Prugg (Bruck an der Leitha, Österreich) und das Schloß Mirabell (Salzburg, Österreich).
Zu den bekannstesten Wiener Sakralbauten zählen die Schottenkirche und die Peterskirche, in denen Bussi tätig war. Desgeichen wirkte er in den Stiftskirchen in Dürnstein, Melk, Klosterneuburg und in Sankt Florian.
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