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Schlafentzug

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Schlafentzug kann als Schlafentzugsbehandlung oder Wachtherapie als Behandlungsverfahren bei Depressionen eingesetzt werden und ist als Foltermehtode bekannt.

Man unterscheidet einen partiellen Schlafentzug, bei dem nur in der zweiten Nachthälfte wach geblieben wird, von einem vollständigen Schlafentzug. Nach einem Schlafentzug kommt es in etwa der Hälfte der Fälle zu einer messbaren Verbesserung der Stimmung am Folgetag. Um den Effekt des Schlafentzugs über einige Tage zu erhalten, kann an den Schlafentzug eine Schlafphasenvorverlagerung anschließen. Wachtherapie mit Schlafphasenvorverlagerung zählt zu den Standardbehandlungsmethoden in der stationären Depressionsbehandlung und wird zusätzlich zur medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung angewandt. Ein großer Vorzug des Schlafentzugs als Behandlungsmethode bei Depressionen ist das Fehlen von Nebenwirkungen.

Vermutlich funktioniert die Methode des Schlafentzugs durch eine Ausgleichswirkung von Neurotransmitterungleichgewichten im Gehirn (z.B. Acetylcholin), weswegen die Therapie am besten bei Depressionen anschlägt, die tageszeitabhängig unterschiedlich stark auftreten (diese ist dann meistens morgens, nach dem Aufwachen, schwächer als am Abend).

Dauerhafter Schlafmangel führt zu körperlichen Beschwerden (z. B. erhöhte Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen) und zu psychischen Problemen (beispielsweise Denkstörungen, Müdigkeit, Halluzinationen, Reizbarkeit). Dauerhafter methodischer Schlafentzug wird daher auch als Methode der Folter unter anderem eingesetzt, um klares Denken des Opfers zu unterbindenden und den Willen sowie die Widerstandskraft des Opfers zu brechen.

Im alten China diente der Schlafentzug über Tage und Wochen dazu, Schwerverbrecher hinzurichten. Durch Schlagen, Pieken und Kitzeln wurden diese wach gehalten. Nach einigen Tagen bekamen sie Wahnvorstellungen und bald darauf starben sie. In der Sowjetunion war Schlafentzug eine gängige Praxis bei den Verhören von Verdächtigten, die teilweise wie am Fließband von verschiedenen Personen abwechselnd befragt wurden. Kombiniert mit Einschüchterungen, Drohungen, Entzug von Nahrung und Wasser sowie qualvollen Körperhaltungen war es ein "beliebtes" Druckmittel. Schlafentzug wird auch heutzutage noch oft angewandt, da er keine nachweisbaren Spuren beim Opfer hinterlässt. Gemäß Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und der Europäischen Menschenrechtskonvention gilt: Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Schlafentzug aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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