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Schlafgänger

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Die Schlafgänger und Raumabmieter

Trotz des Hobrecht-Plans, der den Bau von vielen Mietskasernen zur Verdichtung der Berliner Innenstadt vorantrieb, gab es nicht genug Wohnraum für alle Landflüchtlinge. Daher wurde vielerorts das eigene Bett an einen Schlafgast, einem so genannten Schlafgänger vermietet.


Die Schlafgänger und die Raumabmieter trugen zur weiteren Verschlechterung der Wohnsituation bei, da sie die familiäre und die intime Beziehung der Wohnungsinhaber störten. Allerdings waren sie zur Finanzierung der Wohnungen notwendig, weil der Lohn zur Eigenfinanzierung zu gering war. Mancherorts wurde das eigene Bett sogar an zwei verschiedene Schlafgänger vermietet um es so nicht ungenutzt stehen zu lassen. Als Resultat konnte / musste sich der entsprechende Hauptmieter in ein schon vorgewärmtes Bett legen.



Statistisch gesehen gab es bei kleineren Wohnungen viel mehr Schlafgänger als bei größeren, da man in kleineren Wohnungen eher einen Platz als ein ganzen Raum abgeben konnte. Dafür nahm die Anzahl der Raumabnehmer mit steigender Größe der Wohnung zu. Mit weiter zunehmender Größe der Wohnungen nimmt die Anzahl der Raumabmieter wieder ab, da die Familie einer noch größeren Wohnung genug Geld hatte und keine Unterstützung von Raumabmietern brauchte. Dafür wurde die Anzahl der Hausangestellten mit weiterem Steigen der Wohnungsfläche immer größer. Trotzdem wohnten in Dreiraumwohnungen etwa genauso viele Personen wie in Sechs- oder Mehrraumwohnungen, da die Inhaber von Sechsraumwohnungen reich genug waren, um sich diesen Luxus leisten zu können.

Literatur







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Schlafgänger aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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