Schnoor
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Einordnung: Bremen | Ortsnamen, die mit Artikel gebraucht werden
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Der Schnoor (auch Schnoorviertel genannt) ist ein mittelalterliches Gängeviertel im Zentrum der Hansestadt Bremen. Das Quartier verdankt seinen Namen den vielen kleinen Häusern die "wie an einer Schnur gezogen" die Straßen säumen.
Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Schnoors geht aus das 13. Jahrhundert zurück, als Bremen noch eine überwiegend katholische Bevölkerung hatte. Zu dieser Zeit wurde im Schnoor ein Franziskanerkloster gebaut sowie im 14. Jahrhundert eine Kirche, die allerdings im 19. Jahrhundert wieder abgerissen wurde.
Die ursprüngliche Bevölkerung des Schnoors bestand überwiegend aus Flussfischern und Schiffern, die davon profitierten, dass die Balge, ein Seitenarm der Weser, direkt durch dieses Viertel floss. Dieser Seitenarm wurde aus Gründen der Landgewinnung im 19. Jahrhundert zugeschüttet. Heute erinnern nur noch Straßennamen an das ehemalige Gewässer.
Obwohl Bremen im 2. Weltkrieg von umfangreichen Flächenbombardements betroffen war, blieb der Schnoor glücklicherweise überwiegend verschont. Nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen beherbergt der Schnoor heute viele Kleinkunstbetriebe (z. B. Glasbläserei) und Gastronomie. Zusammen mit dem architektonischen Flair der letzten 600 Jahre hat sich der Schnoor damit vom Fischerquartier zu einem touristischen Highlight in Bremen entwickelt.
Weblinks
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- Offizielle Informationsseite
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