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Silvius Leopold Weiss

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Silvius Leopold Weiss (* 1687 Grottkau bei Breslau; † 16. Oktober 1750 Dresden) war ein deutscher Komponist und Lautenist.

Leben

Er wurde vermutlich 1687 in Grottkau bei Breslau geboren, wie neuere Forschungen nahelegen, und nicht bereits 1686 in Breslau. Sein Vater Johann Jacob Weiss lehrte ihm wie auch seinen beiden jüngeren Geschwistern Johann Sigismund und Juliana Margaretha schon in jungen Jahren das Lautespiel. Die wichtigsten Stationen seiner Laufbahn waren Breslau, Rom (1710-1714) und Dresden, wo er seit 1718 königlicher Kammerlautenist war. Er gehörte dort zu den bestbezahltesten Musikern. 1750 starb er in Dresden im Alter von 63 Jahren.

Weiss war der bekannteste und technisch herausragendste Lautenist seiner Zeit. Er hat mehr als 600 Werke für Sololaute geschrieben. Meistens waren sie als barocke Tanzsätze komponiert und zu 'Sonaten' (nicht zu verwechseln mit der späteren klassischen Sonate, die auf der Sonatenform basiert) oder Suiten zusammengestellt. Unglücklicherweise ist keines seiner Ensemblewerke für Laute und andere Instrumente vollständig erhalten.

Silvius Leopold Weiss war mit Johann Sebastian Bach gut bekannt. 1739 war er mit dessen Sohn Friedemann Bach und dem Lautenisten Johann Kropfgans mehrere Male in der Wohnung des Leipziger Kantors zu Gast. Johann Friedrich Reichardt berichtet davon, dass Weiss und Bach miteinander um die Wette improvisierten:

"Wer die Schwierigkeiten der Laute für harmonische Ausweichungen und gut ausgeführte Sätze kennt, der muß erstaunen und kann es kaum glauben, wenn Augen- und Ohrenzeugen versichern, daß der große Dresdner Lautenist Weisse mit Sebastian Bach, der auch als Clavier- und Orgelspieler groß war, in die Wette phantasiert und Fugensätze ausgeführt hat."

Weblinks



siehe auch: Liste deutscher Komponisten







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Silvius Leopold Weiss aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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