Solidarność
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Einordnung: Gewerkschaft | Polnische Geschichte | Polen
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Solidarność (deutsch: Solidarität) ist der Name einer polnischen Gewerkschaft. Offizieller Name: NSZZ "Solidarność" (poln.: Niezależny Samorządny Związek Zawodowy "Solidarność" - deutsch: Unabhängige Selbstverwaltete Gewerkschaft "Solidarität")
Solidarność entstand aus einer Streikbewegung von Arbeitern im Sommer 1980. Von Anfang an wurde sie von regimekritischen Intellektuellen (u.a. Jacek Kuroń, Adam Michnik) unterstützt. Die polnische Regierung versuchte diese Bewegung vergeblich zu unterdrücken. Am 31. August 1980 gestand die kommunistischen Regierung Polens den Arbeitern das Recht auf eine unabhängige Bewegung zu. Lech Wałęsa war seit der offiziellen Gründung am 17. September 1980 Vorsitzender von Solidarność. Die staatliche Anerkennung wurde am 10. November 1980 durch die offizielle staatliche Registrierung von Solidarność besiegelt.
Nach der Verhängung des Kriegsrechtes in Polen am 13. Dezember 1981 konnte die Solidarność nur im Untergrund weiterbestehen. Erst im April 1989 wurde die Solidarność wieder staatlich anerkannt und beteiligte sich an den Runden-Tisch-Gesprächen mit der kommunistischen Regierung.
Durch das Aufkommen dieser Arbeiterbewegung, sowie Glasnost und Perestroika, kam es zur Wende in Polen und der politischen Loslösung von Russland.
Am 4. Juni 1989 gewann die Solidarność in halbfreien Wahlen die volle Zahl der von der Regierung zugestandenen Sitze. Mit Tadeusz Mazowiecki stellte Solidarność den ersten nichtkommunistischen Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Dezember 1990 wurde Lech Wałęsa zum Staatspräsidenten gewählt.
In den folgenden Jahren verlor Solidarność an politischem Einfluss, da sie für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Wende verantwortlich gemacht wurde. Durch die Parlamentswahlen 1993 verlor sie die Beteiligung an der Regierung. 1996 formierte sich das Wahlbündnis AWS (Akcja Wyborcza "Solidarność"), das noch einmal von 1997 bis 2000 an einer Koalitionsregierung beteiligt war. Nach der erneuten Wahlniederlage im Jahr 2001 zerfiel AWS.
Solidarność spielt heute keine parteipolitische Rolle mehr. Dennoch besteht sie als starke und unabhängige Gewerkschaft weiter.
1980 wurde Polen von einer besonders großen Streikwelle (als Folge von Preiserhöhungen) heimgesucht, in Danzig (Gdansk) gründeten die Arbeiter das "Überbetriebliche Streikkomitee". Es gab Verhandlungen mit der Regierung die zum Abschluss der sog. "Augustabkommen" (31. August 1980) und zur Gründung der unabhängigen Gewerkschaft NSZZ "Solidarność" mit dem Danziger Arbeiter Lech Walesa an der Spitze führten.
1981
- Offizielle Registrierung der Solidarność,
- Verhängung des Kriegszustands (13. Dezember 1981 bis 22. Juli 1983).
1982 Endgültiges Verbot von Solidarność durch neues Gewerkschaftsgesetz (8. Oktober).
1989 Abschluss der Gespräche am Runden Tisch; (Wieder-)Zulassung der Solidarność und teilweise Demokratisierung der politischen Institutionen (5. April)
Weblinks
- weitere Weblinks
Wahlergebnisse in Wahlen zum Sejm
- 1991: 5,1% (als NSZZ "S") - 27 Sitze
- 1993: 4,9% (als NSZZ "S") ----------
- 1997: 33,83% (als Teil von AWS) - 202 Sitze
- 2001: 5,6% (als Teil von AWSP) ----------
Siehe auch: Parteien in Polen
csb:Solidarnosc (warkòwô zrzesz)
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