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Stadtteile von Istanbul

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Istanbul erstreckt sich über etwa 50 Kilometer in west-östlicher wie in nord-südlicher Richtung und wird durch den Bosporus in eine europäische und eine asiatische Seite geteilt. Das alte, im Süden der europäischen Seite gelegene Stadtzentrum wird zusätzlich durch das Goldene Horn von den nördlicher gelegenen Stadtteilen getrennt.

In der Auflistung sind alle Stadtteile, aber nicht alle Viertel vollständig genannt.

Zur Aussprache siehe Türkische Sprache



Im Viertel Selimiye befindet sich der Bahnhof Haydarpaşa Garı, an dem alle Züge aus östlicher Rischung enden. Dieser mit deutscher Hilfe erbaute Bahnhof war Ausgangspunkt der Bagdadbahn.
Inhaltsverzeichnis

1 Der Süden

1 Weblinks

Ümraniye

Beykoz

In Beykoz befindet sich eines der Kuriosa Istanbuls, Polonezköy, das Polendorf. Gegründet wurde es nach dem Krimkrieg von polnischen, tschechischen und böhmischen Soldaten, die beschlossen, nicht in die Heimat zurückzukehren. Sie bauten ihr Dorf nach heimischer Art mit Fachwerkhäusern und umzäunten Gärten, in die sie vertraute Obstbäume und -sträucher pflanzten. Die Einwohner pflegen bis heute ihre Sprache und beliefern die in Istanbul lebenden Nichtmuslime mit Schweinefleisch, das sonst kaum erhältlich ist. Das idyllische Polonezköy ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Der Süden

Kadıköy

Kadıköy wurde um 675 v. Chr. als megarische Kolonie Kalchedon, später Chalkedon, unter den Römern Chacedon, im damaligen Bithynien gegründet. Die Hafenstadt lag südlich von Skutari. In ihrer frühen Zeit teilte sie das Schicksal des gegenüber liegenden Byzanz, wurde durch den Satrapen Otanes erobert, lange hin- und hergerissen zwischen den Interessen Spartas und Athens, und schließlich 133 v. Chr. durch Attalus III. von Pergamon den Römern übergeben. 73 v. Chr. wurde sie durch Mithridates teilweise zerstört, später aber zurückerobert. 451 fand in der Stadt das Konzil von Chalcedon statt. Chalcedon wurde wiederholt von Angriffen der Barbarenvölker überzogen, nachdem diese Byzanz angegriffen hatten und war von 616 bis 626 Versorgungsplatz der Perser unter Chosroes. Nach der Eroberungen durch die Osmanen 1350 dienten seine Gebäude als Steinbruch für den Bau Istanbuls. Zu dieser Zeit waren bereits beide Häfen versandet. Chalcedon ist Namensgeber des Minerals Chalcedon.

Heute ist Kadıköy ein weltoffener Stadtteil mit zahlreichen Kinos, Restaurants, Cafés und Bars sowie vielen Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt, in der Fußgängerzone und an der Bağdad Caddesi (Bagdad-Chaussee). Seine Altstadt ist auch geprägt vom Zusammenleben von Christen und Muslimen. Es gibt griechisch-orthodoxe, armenische und römisch-katholische Kirchen. Nach wie vor leben hier zahlreiche Armenier. Im Zeitschriftenhandel findet man die türkisch-armenische Wochenzeitung Agora.

Zwischen Kadıköy und Eminönü gibt es tagsüber einen regen Fährverkehr.

Kartal

Pendik

Pendik ist nach dem mutmaßlichen Alterssitz des byzantinischen Generals Belisar, dem Panteichion benannt, von dem noch Ruinen erhalten sind.

Östlich von Pendik, etwa vier Kilometer vom Bahnhof, liegt der 2001 eröffnete, zweite internationale Flughafen Istanbuls, der Sabiha Gökçen Uluslararası Havaalanı (SAW]), benannt nach der ersten Kampfpilotin der Welt, Sabiha Gökçen. Der Flughafen gehört zu den ersten Projekten des „Industrieparks der fortgeschrittenen Technologie“, der in Pendik entstanden ist.

Kızıl Adalar (Prinzeninseln)

Die Prinzeninseln sind eine Inselgruppe im Marmarameer vor den Stadtteilen Kartal und Pendik. Mit ihren Kiefern- und Pinienwäldern, hölzernen, vom Jugendstil geprägten Sommervillen aus der Wende zum 20. Jahrhunderts, Pferdekutschen (Motorfahrzeuge sind nicht erlaubt) und Fischrestaurants sind sie ein beliebtes Ausflugsziel. Sie sind mit Fährschiffen und Schnellfähren (Deniz otobüsü) von Eminönu und Kartal aus zu erreichen.

Von den neun Inseln sind vier besiedelt. Zu byzantinischer Zeit lebten hier Mönchsgemeinschaften in zahlreichen Klöstern und Verbannte, unter denen sich auch Prinzen befunden haben sollen. Auf der größten Insel, Büyükada, befindet sich das im 10. Jahrhundert gegründete Georgskloster und der Großteil der heute unter Denkmalschutz stehenden Sommervillen.

Weblinks







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Stadtteile von Istanbul aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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