Steglitzer Kreisel
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Einordnung: Berliner Bauwerk | Bürogebäude
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Der Steglitzer Kreisel ist ein Gebäude im Südwesten der Stadt Berlin, am Rathaus Steglitz. Der Hauptteil des Gebäude ist ein 30 Stockwerke hohes Verwaltungsgebäude, in dem das Bezirksamt Steglitz untergebracht ist. Der Kreisel beherbergt zudem noch ein Hotel, zahlreiche Ladenlokale, einen Busbahnhof der Berliner Verkehrsbetriebe, einen U-Bahnhof, der sich unter dem Gebäude befindet und ein Parkhaus.
Planung und Bau
Mit dem Bau des Kreisels wurde im Jahr 1968 nach Plänen der Architektin Sigrid Kressmann-Zschach begonnen. Die veranschlagten Kosten von 180 Millionen DM wurden teilweise vom Berliner Senat, teilweise von der Bauträgergesellschaft der Architektin getragen. Das Projekt geriet schon bald durch steigende Baukosten in die Schlagzeilen, die dazu führten, dass die Bauträgergesellschaft Insolvenz anmelden musste, wodurch die Bauarbeiten im Jahr 1973 eingestellt werden mussten und der Senat eine Bürgschaft in Höhe von 40 Millionen DM verlor. Nachdem bereits über eine Sprengung der Ruine nachgedacht wurde, wurde das Gebäude im Jahr 1977 von Becker & Kries ersteigert, die den Kreisel für 95 Millionen DM fertigstellten. Nach Fertigstellung im September 1980 beliefen sich die Baukosten für den Kreisel auf 323 Millionen DM. Seitdem befindet sich der Steglitzer Kreisel im Eigentum der Gemeinschaft Becker & Kries und des Landes Berlin.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts des Betruges gegen die Architektin, musste die Ermittlungen aber im Jahr 1975 ergebnislos einstellen. Ebenfalls ohne Ergebnis musste der parlamentarische Untersuchungsausschuss seine Arbeit einstellen, der gegen den damaligen Finanzsenator Heinz Strieck und den Bausenator Rolf Schwendler ermittelte.
Asbestbelastung
Im Mai 1990 geriet der Kreisel in die Schlagzeilen, da Asbestfunde im Bürohochhaus bekannt wurden. Diese wurden allerdings nur bei auftretenden Schäden und somit auch nur partiell beseitigt. Dieses Verfahren hat zur Folge, dass bis zum Oktober 2004 ein Gutachten erstellt werden musste, aus dem hervorgeht, dass
- spätestens 2007 Teile des Hochhauses gesperrt werden müssten,
- auf Grund der Anordnung der Technikzentrale und der Rettungswege eine Teilnutzung während der Sanierung ausgeschlossen ist,
- die Kosten für eine Sanierung bei 82 bis 84 Millionen € liegen würden und
- ein Neubau an anderer Stelle für lediglich 41,5 Millionen € möglich wäre.
Das Gutachten wird bis voraussichtlich Januar 2005 überarbeitet.
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