Steven Spielberg
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Einordnung: Oscarpreisträger | Mann | Geboren 1946 | Filmregisseur | US-Amerikaner | Filmproduzent | Autor | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Englisch) | Drehbuch
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Steven Spielberg (* 18. Dezember 1946 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor und zweifelslos einer der erfolgreichsten Filmkünstler unserer Zeit. Sein Geburtsname lautet Steven Allan Spielberg. Seine erste Frau war Amy Irving, eine Schauspielerin, mit der er ein gemeinsames Kind namens Max hatte. Nach der Scheidung heiratet er 1990 die Schauspielerin Kate Capshaw, die er bei den Dreharbeiten zu Indiana Jones 2 kennengelernt hat. Das Paar hat drei eigene und zwei adoptierte Kinder: Sasha, Sawyer, Destry, Theo und Mikaela. Hinzu kommen Spielbergs Stieftochter Jessica Capshaw und seine Patentöchter Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.
| Inhaltsverzeichnis |
Leben
Anfänge
Schon als 11-Jähriger dreht Spielberg 8mm-Amateurfilme, und bereits im Alter von 27 begeistert er mit seinem ersten Kinofilm die internationale Kritik, die ihn bald zum Wunderkind stilisiert. Damit vollzieht Spielberg zeitgleich mit anderen Vertretern des New Hollywood die Ablösung der alten Studio-Generation. Im Gegensatz zu Francis Ford Coppola und Martin Scorsese bleibt ihm jedoch das Studium an einer renommierten Filmuniversität aufgrund seiner schlechten Schulnoten verwehrt, und so entwickelt Spielberg seine heute unverwechselbare Filmsprache weitgehend autodidaktisch.
1968 entpuppt sich Spielbergs innovativer 35mm-Kurzfilm Amblin' als Eintrittskarte nach Hollywood: Der erst 22jährige erhält einen Sieben-Jahres-Vertrag in der Fernsehabteilung der Universal Studios. Gleich als erstes dreht er eine Episode für Rod Serlings Night Gallery mit Altstar Joan Crawford. Danach inszeniert er einzelne Serienfolgen für z. B. Dr. med Marcus Welby oder Columbo. Aufsehen erregt er mit dem TV-Film Duell und mit seinem ersten Spielfilm The Sugarland Express.
Der Durchbruch
Schon sein zweiter Kinofilm wird ein gigantischer Kassenhit: Der weiße Hai. Neben weiteren großen kommerziellen Erfolgen mit Unheimliche Begegnung der dritten Art, E.T. sowie den Indiana Jones- und Jurassic Park-Reihen kann er auch durch ernsthafte Filme wie Der Soldat James Ryan oder Schindlers Liste Kritiker und Publikum überzeugen. Für diese beiden Filme wird Spielberg als Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet.
In Schindlers Liste setzt sich Spielberg erstmals offen mit seiner jüdischen Identität und der Judenverfolgung in Europa auseinander (seine Eltern, Arnold Spielberg und Leah Posner, sind Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die angesichts russischer Pogrome nach Amerika auswanderten - eine Geschichte, die Spielberg verschlüsselt in dem Zeichentrickfilm Feivel der Mauswanderer verarbeitet hat).
Seine erste eigene Filmproduktionsfirma, die er nach seinem Kurzfilm Amblin Entertainment nennt, entsteht 1982 noch auf dem Gelände der Universal Studios. 1994 gründet er mit Freunden ein unabhängiges und inzwischen äußerst erfolgreiches Filmstudio: DreamWorks.
Einflüsse und Merkmale
Spielbergs künstlerische Entwicklung ist beeinflusst vor allem von Filmemachern wie Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean, Orson Welles, Akira Kurosawa, Stanley Kubrick und Francois Truffaut; zu vielen von ihnen hatte er persönlichen Kontakt. Aber auch seine Begeisterung für Zeichentrickfilm, Comics, Bilder von Norman Rockwell und besonders Fernsehen hat in seinen Arbeiten sichtbare Spuren hinterlassen.
Als Fan der TV-Serie Twilight Zone produziert er eine Kinoversion. Als bekennender Trekkie teilt Spielberg die völkerverbindende Sicht der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und spielt in seinen Filmen darauf an - zuletzt mit dem Vulkanier-Gruß zwischen einer Afroamerikanerin und einem Latino in The Terminal.
Zu typischen Markenzeichen von Spielberg-Filmen gehören: präzise Beobachtung von Alltagssituationen, Konfrontation amerikanischer Durchschnittstypen mit höchst außergewöhnlichen Ereignissen, eine mal kindlich naive, mal ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, eindrucksvolle Licht- und Spezialeffekte, ungewohnte Perspektiven und eine Inszenierung, die intensiv an die Gefühle der Zuschauer appelliert (Suspense, Lachen, Gruseln und Weinen).
Bis heute bleibt Spielberg seinem Prinzip treu, im Wechsel mal anspruchsvolle, mal hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen: In Arbeit ist u.a. eine Neuverfilmung von Krieg der Welten sowie ein Film über den umstrittenen Rachefeldzug der Mossad nach dem palästinensischen Anschlag auf die Olympischen Sommerspiele 1972, bei dem 11 israelische Sportler getötet wurden.
Zu seinem beruflichen Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Barbra Streisand, Chris Columbus, Barry Levinson und Richard Attenborough sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise. Seit vielen Jahren arbeitet er mit dem Kameramann Janusz Kaminski, Filmkomponist John Williams und dem Cutter Michael Kahn zusammen.
Gesellschaftliches Engagement
1994 entsteht auf Spielbergs Initiative die Survivors of the Shoah Visual History Foundation - eine gemeinnützige Organisation, die Aussagen von Überlebenden der Shoah für Bildungszwecke archiviert. Dafür wird er mit dem Großen Bundesverdienstorden mit Stern ausgezeichnet.
Spielberg fördert durch persönliches und finanzielles Engagement den Nachwuchs in Hollywood, zum Beispiel an den Universitäten, die ihn damals abgelehnt haben. Ein erneuter Generationswechsel kündigt sich an, und so sind es u.a. Spielberg-Filme, die nun Jungtalente der MTV-Generation dazu bringen, Regisseur werden zu wollen - darunter M Night Shyamalan.
Ein weiteres seiner etlichen Stiftungsprojekte ist die Starbright Foundation, die schwer kranken Kindern hilft. Auch im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft macht Spielberg seinen inzwischen erheblichen gesellschaftspolitischen Einfluss geltend - durch aktive Unterstützung demokratischer Kandidaten wie John Kerry und zuvor Bill Clinton.
Filmographie
Als Regisseur
- 1971 TV-Film: Duell (Duel); lief in Europa auch in einer erweiterten Kinofassung
- 1974 Sugarland Express (The Sugarland Express)
- 1975 Der weiße Hai (Jaws)
- 1977 Unheimliche Begegnung der dritten Art (Close Encounters Of The Third Kind)
- 1979 1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood (1941)
- 1980 Unheimliche Begegnung der dritten Art - Die neue Version (Close Encounters Of The Third Kind - The Special Edition)
- 1981 Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders Of The Lost Ark)
- 1982 E.T. der Außerirdische (E.T. the Extra-Terrestrial)
- 1982 Poltergeist (Poltergeist) +++
- 1983 Unheimliche Schattenlichter (Twilight Zone - The Movie) (Segment 2: "Kick The Can")
- 1984 Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones And The Temple Of Doom)
- 1985 Die Farbe Lila (The Color Purple)
- 1987 Das Reich der Sonne (Empire Of The Sun)
- 1989 Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones And The Last Crusade)
- 1989 Always (Always)
- 1992 Hook (Hook)
- 1993 Jurassic Park (Jurassic Park)
- 1993 Schindlers Liste (Schindler's List) - Oscars für die beste Regie und den besten Film
- 1997 Vergessene Welt: Jurassic Park (The Lost World: Jurassic Park)
- 1998 Amistad (Amistad)
- 1998 Der Soldat James Ryan (Saving Private Ryan) - Oscar für die beste Regie
- 1999 The Unfinished Journey
- 2001 A.I. - Künstliche Intelligenz (A.I.)
- 2002 Minority Report (Minority Report)
- 2002 Catch Me If You Can (Catch Me If You Can)
- 2004 Terminal (The Terminal)
- 2005 War of the Worlds (War of the Worlds)
Anmerkung: Vorspann nennt Tobe Hooper als Regisseur, allerdings listet auch die IMDb Spielberg als Regisseur (neben Hooper). Offensichtlich sollten amerikanische Gewerkschaftsbestimmungen umgangen werden, da er gleichzeitig E. T. drehte - und mutmaßlich auch an "The Goonies" (1982) beteiligt war.
Als Produzent
- 1982 Poltergeist (Poltergeist)
- 1984 Zurück in die Zukunft (Back To The Future)
- 1984 Gremlins - Kleine Monster (Gremlins)
- 1985 Die Goonies (The Goonies)
- 1985 Fernsehserie: Steven Spielberg's Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories)
- 1986 Feivel der Mauswanderer (An American Tail)
- 1988 Falsches Spiel mit Roger Rabbit (Who Framed Roger Rabbit?)
- 1990 Arachnophobia (Arachnophobia)
- 1991 Tiny Toons Abenteuer - Total verrückte Ferien (Tiny Toons Adventures: How I Spent My Vacations)
- 1992 Fernsehserie: SeaQuest dsv
- 1994 Fernsehserie: Emergency Room
- 1994 Die Familie Feuerstein (The Flintstones)
- 1995 Casper (Casper)
- 1996 Twister (Twister)
- 1997 Men in Black (Men in Black)
- 1998 Die Maske des Zorro (Mask of Zorro)
- 1998 Deep Impact (Deep Impact)
- 1998 Die letzten Tage (The Last Days)
- 2001 Jurassic Park 3 (Jurassic Park 3)
- 2001 Shrek - Der tollkühne Held (Shrek)
- 2001 TV-Miniserie: Band of Brothers - Wir waren wie Brüder (Band of Brothers)
- 2002 TV-Miniserie: Steven Spielberg Presents Taken (Taken)
Als Schauspieler
- 1980 Blues Brothers (Kurzauftritt)
- 2001 Vanilla Sky (Kurzauftritt)
- 2002 Austin Powers in Goldständer (Kurzauftritt)
Sonstige
- 1968 Kurzfilm: Amblin' (26 min.)
- 1969 TV-Serie: ... und die Alpträume gehen weiter (Night Gallery), Episode: "Eyes"
- 1972 TV-Film: Das Haus des Bösen (Something Evil)
- 1973 TV-Serie: Watch Dog - The Savage Report (Savage)
- 1985 TV-Serie: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories) - Episoden: "Die Notlandung" (The Mission) und "Der Geisterzug" (Ghost Train)
Projekte ab 2005
- Indiana Jones IV
- Jurassic Park IV
- The War of the Worlds
- The Rivals
- Munich Olympics
- World War II
- The Talisman
Weblinks
- weitere Weblinks
- Eintrag Steven Spielberg in der Internet Movie Database Survivors of the Shoah Visual History Foundation Starbright Foundation Steven Spielberg Forum Das deutsche Steven Spielberg Forum DreamWorks SKG
--InfoG 17:30, 24. Mär 2005 (CET)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spielberg, Steven |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1946 |
| GEBURTSORT | Cincinnati, Ohio, USA |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)
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