Strich (Streichinstrument)
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Einordnung: Streichinstrument | Musikglossar
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Der Strich ist bei Streichinstrumenten die Richtung, in die der Bogen gezogen wird.
Durch die Hin- und Herbewegung des Bogens werden Streichinstrumente abwechselnd mit Ab- und Aufstrichen gespielt. Der Abstrich bezeichnet das Streichen des Bogens in der Richtung vom Frosch zur Spitze (also nach rechts), der Aufstrich den Strich in die andere Richtung (nach links).
Anwendung
Aus der Haltung des Instrumentes und der menschlichen Anatomie ergibt sich, dass die beiden Striche nicht den gleichen klanglichen und psychologischen Effekt erzielen können, daher wurden sie auch seit jeher für verschiedene Taktteile gebraucht.
Leopold Mozart, einer der ersten Systematiker des Geigenspiels, schreibt dazu in seiner Violinschule:
- Wenn sich das erste Viertheil eines Tactes mit keiner Sospir (Pause) anfängt; es sey im gleichen oder ungleichen Zeitmaase: so bemühe man sich die erste Note iedes Tactes mit dem Herabstriche zu nehmen. Wenn auch gleich der Herabstrich zweymal nach einander folgen sollte.
- Nach ieder der 3 folgenden Sospiren (Achtel-, Sechzehntel- und Zweiunddreissigstelpause) muß, wenn sie am Anfange eines Viertheils stehen, Der Hinaufstrich gebraucht werden.
Diese beiden Regeln werden im Großen und Ganzen bis heute eingehalten: An betonten Zählzeiten wird der Abstrich, an unbetonten der Aufstrich verändert
Beim Spiel der Gambe gilt diese Regel genau umgekehrt, möglicherweise, weil hier auch der Bogen verkehrt gehalten wird.
Siehe auch: Bogen (Streichinstrument), Strichart
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