Sunna (Islam)
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Die Sunna (arabisch سنة Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm) steht im Islam für das, was der Religionsstifter Muhammad gesagt, getan, geduldet oder bewusst nicht getan haben soll.
Über die Sunna des Muhammad haben seine Gefährten berichtet. Diese Berichte, die man Hadithe nennt, wurden jeweils durch eine Überlieferungskette (arab. Isnad) aus frommen, zuverlässigen Persönlichkeiten an die nachfolgenden muslimischen Generationen überliefert und wurden im 9. Jahrhundert, also etwa 200 Jahre nach dem Tode Muhammads, in Hadith-Sammlungen zusammengefasst. Die für die Muslime authentischsten und rechtmäßigsten zwei Bände heißen Sahih al Buchari (Bucharis (gestorben 870) Authentische), sowie Sahih Muslim (Muslims (gestorben 875) Authentische).
Die Anhänger der Sunna, die Sunniten, sind mit über 1,1 Milliarden Menschen die größte Glaubensgemeinschaft der Welt, gefolgt von den Katholiken mit knapp über eine Milliarde Anhänger. Allerdings gilt die Sunna auch so gut wie allen anderen muslimischen Gruppen (wie z.B. den Shi'iten) als verbindliche normative Quelle. Die Abspaltung der Shi'iten und Kharidjiten von den später so genannten Sunniten erfolgte durch den Streit über die Prinzipien der Nachfolge Muhammads in der Leitung der Gemeinschaft der Muslime (umma).
Es gibt unter den Sunniten vier anerkannte Traditionen, die Sunna auszulegen. Dies sind die vier so genannten sunnitischen Rechtsschulen (arab. Madhhab), die aber von den meisten Sunniten alle als rechtgläubig gelten.
Die vier Imame dieser Rechtschulen sind Malik Ibn Anas, Ahmad ibn Hanbal, Asch-Schafi'i und Abu Hanifa.
Siehe auch: Schia
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