Tadschikistan
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Einordnung: Staat
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Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, das an Afghanistan, Usbekistan, Kirgisistan und China grenzt. Fast 50% des Staatsgebietes liegen auf einer Höhe von 3000 m über NN oder noch höher. Der Osten des Landes wird vom Pamir-Gebirge und dem größten Teil des Pamir-Hochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg der ehemaligen Sowjetunion, der 7495 m hohe Pik Ismail Somoni (früher Pik Kommunismus). Nur im äußersten Norden des Landes besitzt Tadschikistan mit dem Ferganatal, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert werden kann, Tiefland, das intensiv ackerbaulich genutzt wird. Der größte Teil des Landes kann wegen der Höhenlage und des Reliefs nur extensiv viehwirtschaftlich genutzt werden. Das Klima ist ein extrem kontinentales mit kalten Wintern und heißen Sommern. Große Temperaturunterschiede bestehen zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht.
BevölkerungDie Tadschiken sind das letzte Überbleibsel der Indogermanen in Zentralasien. Sie gehören den iranischen Stämmen an und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen bedeutenden Bevölkerungsanteil. Im Ferganatal leben verschiedene Minderheiten von Kirgisen und Usbeken, ebenso im Osten des Landes. Fast die gesamte Bevölkerung gehört zum Islam sunnitischer Richtung. SpracheDie Amtssprache Tadschikistans ist Tadschikisch, auch Dari genannt, eine Form des Persischen. Daneben dient noch immer Russisch als Sprache der Regierung und der Wirtschaft. Wirtschaft und VerkehrDas Bruttoinlandsprodukt belief sich im Jahr 2001 auf 1056 Mio. US-Dollar; mit einem BIP pro Kopf von 169 US-Dollar gehört Tadschikistan zu den ärmsten Ländern der Erde. Nach der Definition der Vereinten Nationen zählt das Land zu den LDC; ein zusätzliches Erschwernis ist, dass es sich um einen Binnenstaat handelt, also ein LLDC. Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß. Sie trug 2001 29% zum BIP bei, während 67,2% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiteten. Die Anteile der Industrie beliefen sich auf 29% und 9,6%, die des Dienstleistungssektors auf 41% und 23,1%. Einen Schwerpunkt der Wirtschaft bildet der Anbau von Baumwolle. Die extensive Bewässerung trägt massiv zur Bodenversalzung und zum Austrocknen des Flusses Pjandsch bei. Daneben werden Schafe und Ziegen gehalten. Das Land verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigstes Exportgut mit einem Anteil von 50% an den Exporterlösen ist Aluminium; 23% werden durch den Export von Elektrizität erzielt. Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist auf Grund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig. Der Verkehr stützt sich vor allem auf das nur mangelhaft ausgebaute Straßennetz. Das Land verfügt über nicht miteinander verbundene Eisenbahnstrecken von insgesamt 470 km Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen; Verbindungen bestehen über Taschkent nach Moskau. GeschichteHauptartikel: Geschichte Tadschikistans Das Gebiet Tadschikistans war abwechselnd unter der Herrschaft der Perser, Hunnen und gehörte auch zum Reich Alexanders von Mazedonien. Im 8. Jahrhundert erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tadschikistan Kolonie Russlands, später Sowjetrepublik.
Nach dem 11. September 2001 wurden US-Truppen in Chorog und Duschanbe sowie Soldaten Frankreichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle der wichtigsten Ordnungsmacht der Region (Grenzkontrolle nach Afghanistan durch russische Truppen). Weblinks
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