Tarja Halonen
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Einordnung: Frau | Finne | Politiker (Finnland)
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Tarja Kaarina Halonen (* 24. Dezember 1943 in Helsinki, Finnland) ist sozialdemokratische Politikerin und seit dem 1. MĂ€rz 2000 das erste weibliche Staatsoberhaupt von Finnland. Ihre Amtszeit endet am 28. Februar 2006.
Als studierte Juristin, trat sie 1971 in die Sozialdemokratische Partei Finnlands ein. Von 1977 bis 1996 war sie Abgeordnete im Stadtrat von Helsinki, von 1979 bis 2000 im finnischen Parlament.
Seit 1987 leitete sie verschiedene Ministerien in der finnischen Regierung: bis 1990 als Ministerin fĂŒr Soziales und Gesundheit, von 1989 bis 1991 als Ministerin fĂŒr Skandinavische Zusammenarbeit, von 1990 bis 1991 als Justiz- und von 1995 bis 2000 als AuĂenministerin. WĂ€hrend letzterer TĂ€tigkeit erfolgte der Beitritt Finnlands in die EuropĂ€ische Union und im 2. Halbjahr 1999 hatte Finnland zum ersten Mal die EU-PrĂ€sidentschaft inne.
Seit ihrer Studienzeit engagierte sie sich stark fĂŒr Menschenrechte und Minderheiten, unter anderem fĂŒr Schwule und Lesben. Dieses Engagement sowie die Tatsache, dass sie damals als Mutter einer Tochter mit ihrem LebensgefĂ€hrten noch unverheiratet zusammenlebte, schienen ihre Chancen bei der Volkswahl fĂŒr den finnischen StaatsprĂ€sidenten im Jahr 2000 zu beeintrĂ€chtigen, dies umso mehr, als sie mit Esko Aho, Riitta Uosukainen und Elisabeth Rehn gewichtige und populĂ€re Konkurrenten hatte.
Zur allgemeinen Ăberraschung gewann jedoch der Wahlkampf der amtierenden AuĂenministerin - auch dank der als erfolgreich taxierten finnischen EU-PrĂ€sidentschaft 1999 - immer mehr UnterstĂŒtzung. So konnte sie sich im 1. Wahlgang am 16. Januar 2000 mit 40,0 % der Stimmen vor Esko Aho (34,4 %) deutlich an die Spitze der sieben Kandidaten setzen.
Die am 6. Februar 2000 notwendig gewordene Stichwahl gegen den Konservativen Aho entschied sie mit 51,6 % knapp fĂŒr sich.
Zugleich mit ihrem Amtsantritt am 1. Februar 2000 trat in Finnland eine VerfassungsĂ€nderung in Kraft, die die zuvor sehr ausgedehnten Befugnisse des Staatsoberhauptes auf eher reprĂ€sentative Aufgaben beschrĂ€nkt. Infolge dessen konnte Tarja Halonen nicht mehr in demselben AusmaĂe wie ihre VorgĂ€nger Urho Kekkonen, Mauno Koivisto und Martti Ahtisaari auch in der Gestaltung der Innen- und AuĂenpolitik hervortreten.
Weblinks
- weitere Weblinks
offizielle Website der finnischen StaatsprÀsidentin (N.B. die reichhaltige Fotosammlung mit den beiden "first cats" Miska und Rontti!)
Kaarlo Juho StÄhlberg | Lauri Kristian Relander | Pehr Evind Svinhufvud | Kyösti Kallio | Risto Ryti | Carl Gustaf Emil Mannerheim | Juho Kusti Paasikivi | Urho Kaleva Kekkonen | Mauno Koivisto | Martti Ahtisaari | Tarja Halonen
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