Telefonvorwahl
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Einordnung: Fernmeldetechnik
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Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
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Eine Telefonvorwahl (im nationalen Rufnummernraum auch Ortsnetzkennzahl) ist eine Nummernkette, die man beim Wählen einer Telefonnummer eingibt, um den logischen Ort zu wechseln. Dieser logische Ort korrespondiert in der Regel mit einem realen Ort (bei Anrufen zu Anschlüssen im Festnetz). Es kann sich aber auch um ein eigenständiges Telefonnetz (z. B. Mobilfunk) oder einen Dienst (z. B. Servicerufnummern) handeln, deren örtliche Ausdehnung nicht festgelegt ist.
Historisch gesehen entstanden Telefonvorwahlen deshalb, weil Telefonnetze immer nur für eingegrenzte Orte konzipiert wurden. Spätestens sobald aber zwei Telefonnetze einen sich zumindest teilweise überlappenden Nummernraum haben, sind Telefonnummern nicht mehr eindeutig. Telefonvorwahlen dienen zur Vereinheitlichung der Telefonnummern. Oft dienen sie auch zum Routing (Auswahl des Telefonnetzes) eines Gesprächs.
In vielen Ländern besteht die Telefonvorwahl aus einer Verkehrsausscheidungsziffer und der eigentlichen Vorwahlnummer. Will man beispielsweise innerhalb des deutschen Telefonnetzes ein Gespräch nach Berlin führen, so wählt man die Ziffernfolge 030. Die Null ist dabei die Verkehrsausscheidungsziffer, die 30 die Kennung für Berlin. Für internationale Telefonvorwahlen gibt es eine andere Verkehrsausscheidungsziffer, in vielen Ländern ist dies die 00.
Es hat sich eingebürgert, dass es für jedes Telefon eine implizite Telefonvorwahl gibt. Wenn man also Telefonnummern anrufen möchte, die innerhalb dieser Telefonvorwahl erreichbar sind, so könnte man die Eingabe der Telefonvorwahl weglassen, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist. Nach einer EU-Vorgabe (behauptet zumindest die Telekom Italia) wurde aber bereits in der Schweiz (März 2002), in Frankreich (1999), in Dänemark (?) und in Italien die zwingende Verwendung der Vorwahl eingeführt, auch wenn es sich nur um ein Ortsgespräch handelt. Der Vorteil der Methode ist, dass hierdurch pro Ortsnetz 20% mehr Nummern zur Verfügung stehen, da die Ziffern 0 und 1 auch direkt nach der Ortsnetzkennzahl verwendet werden können. Ferner erreicht man einen Teilnehmer auf dem gesamten nationalen Territorium immer mit derselben Nummer.
Es gibt verschiedene Arten von Vorwahlen, so
- die internationale Telefonvorwahl (zur Wahl des Ziellandes)
- in vielen Ländern die Ortsnetzkennzahl (zur Wahl des logischen Telefon-Netzes innerhalb eines Landes)
Besondere Vorwahlen und Sonderrufnummern
- Mehrwertnummer, Premium Rate Dienste (0190er, 0900er)
- Shared Cost-Dienste (0180er)
- Freecall (0800er)
- Call-by-Call (010xx)
- Notrufnummern für Polizei (110) und Feuerwehr (112)
- Zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen (116116 bzw. 0116116)
- Auskunftsdienste (beginnend mit 118)
Besondere Vorwahlen ermöglichen es, bei Festnetzanschlüssen einen anderen Telekommunikationsanbieter auszuwählen und so gegebenenfalls preiswerter zu telefonieren. Solche Anbieterauswahlen können - in Deutschland zumindest - fest eingestellt, bzw. temporär durch den Anrufenden gewählt werden. Die Festeinstellung wird Preselection, das temporäre Wählen Call-by-Call genannt.
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