Teufelsmoor
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Einordnung: Landschaft | Naturschutzgebiet
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Das Teufelsmoor ist ein malerisches Moorgebiet im niedersächsischen Landkreis Osterholz, nordöstlich von Bremen. Im Teufelsmoor liegt das als Künstlerkolonie bekannt gewordene Worpswede. Die Niederung wird entwässert von der Hamme und der Wörpe.
Kulturhistorisch bedeutsam sind die so genannten Findorff-Siedlungen. Um 1750 begann unter der Leitung von Moorkommissar Jürgen Christian Findorff die Kolonisation der gesamten Teufelsmoorniederung. Ein umfangreiches Entwässerungsnetz wurde angelegt, wobei die Hauptentwässerungsgräben gleichzeitig als Schiffahrtskanäle ausgebaut wurden, um den abgebauten Brennstoff Torf mit Torfkähnen insbesondere nach Bremen zu liefern. Die neben den Kanälen aufgetragenen Dämme trugen die einreihig angelegten Straßendörfer. Vom Damm aus wurden die schmalen und sehr langen Landstücke ins Moor hinein bearbeitet. Noch heute sind diese Siedlungstrukturen in weiten Teilen der Gemeinden Grasberg und Worpswede gut zu erkennen. Das Moor in seiner ursprünglichen Form ist heute nicht mehr vorhanden.
Die Lebensbedingungen in den Moorkolonien waren noch weit bis in das 20. Jahrhundert alles andere als malerisch, "der ersten Generation den Tod, der zweiten die Not und der dritten das Brot".
Die Geschichte der Moorsiedlung wurde in der 1982 von Radio Bremen produzierten Fernsehserie Teufelsmoor verfilmt. Darin wird das Leben von mehreren Generationen der Bauernfamilie Kehrding von den Anfängen der Landgewinnung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts geschildert.
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