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Textkritik

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Die Textkritik (auch textkritische Methode) wurde von der klassischen Philologie entwickelt, um antike Texte, die teilweise nur fragmentarisch oder in sehr späten Abschriften, dafür aber in mehreren Traditionslinien überliefert sind, zu rekonstruieren. Die textkritische Methode entwickelte im 19. Jahrhundert vorrangig Karl Lachmann. Ein wichtiger Zweig der Textkritik ist auch die Textkritik des Neuen Testaments, die im 19. Jahrhundert zur vollen Blüte kam.

Die Aufgabe der Textkritik besteht darin, den antiken oder mittelalterlichen Text in der Form zu rekonstruieren, die der ursprünglichen am nächsten kommt. Dabei erlaubt die Methode nicht, die Fassung des Autors, sondern allenfalls diejenige spätere Fassung zu erreichen, von der aus sich die Überlieferung in Form mehrfacher Abschriften (oder Abdrucke) aufgefächert hat. Dieser Ausgangspunkt der gesamten erhaltenen Überlieferung wird Archetyp genannt. Das Original dagegen und alle mutmaßlichen Überlieferungsstufen zwischen Original und Archetyp bleiben der Textkritik unzugänglich, weil sie keinen Angriffspunkt für die vergleichende Methode bieten können (Kritik von griech. krinein "vergleichen, scheiden").

Textkritik interessiert sich nicht für die inhaltliche Auslegung des Textes, sondern liefert den Text, der dann in einem weiteren Schritt von der Exegese analysiert wird.

Vorläufer der Textkritik

Oftmals gab es bereits in der Antike Ausgaben von Texten, die sich bemühten, dem Originaltext so nahe wie möglich zu kommen, etwa die alexandrinische Ausgabe vieler griechischer Klassiker. Meist ist es der modernen Textkritik nur möglich, diese in der Antike vereinheitlichte Textform zu ermitteln.

Im Mittelalter wurden vor allem im byzantinischen Reich die alten Klassiker gepflegt und schlechte Varianten ausgesondert, ebenso bemühte sich in dieser Zeit das Judentum sehr darum, seine heiligen Schriften unverfälscht weiterzugeben, was durch die Masoreten in der Zeit von 780 bis 930 ihren Höhepunkt fand.

Bei der Hebräischen Bibel war der masoretische Text bis zur Entdeckung der Schriftrollen am Toten Meer (Qumran) meist der Endpunkt der Textkritik, da die Masoreten versuchten, schlechtere Texte systematisch zu verdrängen.

Beim Koran ist wohl die Form, die der Kalif Othman zur einzig gültigen erkärte, der Endpunkt der koranischen Textkritik, was den kufischen Konsonantentext angeht, da Othman alle anderen Versionen des Koran vernichten ließ. Die koranische Textkritik steckt noch in ihren Kinderschuhen und wird meist von der westlichen Wissenschaft betrieben. Der Autor Christoph Luxenberg hat auf diesem Gebiet in letzter Zeit für viel Wirbel gesorgt.

Die textkritische Methode

Kurz beschrieben, geht die Textkritik etwa folgendermaßen vor:

Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Textkritik aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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