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Textur (Kristallographie)

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Unter Textur versteht man in der Kristallographie die Gesamtheit der Orientierungen der Kristallite eines vielkristallinen Festkörpers. Aus ihr ergibt sich insbesondere die Anisotropie der mechanischen Verformbarkeit vieler metallischer Werkstoffe. Ein oft zitiertes Beispiel dafür ist die Zipfelbildung beim Tiefziehen von Blech.

Historie

Obwohl bereits im 19. Jahrhundert der Texturcharakter vieler Minerale bekannt war (z. B. beim Schiefer), erfuhr ihre genauere Analyse einen entscheidenden Auftrieb durch die Entdeckung der Röntgenbeugung durch Laue 1912. Die Filmverfahren erlaubten zunächst die Abbildung von Polfiguren, aus denen die Vorzugsorientierungen (sog. Ideallagen) abgeschätzt wurden. Durch die Entwicklung von Zählrohrdetektoren und den Einsatz von Neutronenquellen in Forschungsreaktoren konnten die Polfiguren wesentlich genauer bestimmt werden.

In den 60er Jahren wurde die quantitative Beschreibung der Textur durch die sog. Orientierungsdichteverteilungsfunktion ODF entwickelt.

Weblinks




siehe auch: Textur (Geologie)






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Textur (Kristallographie) aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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