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Tinnitus

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Der Begriff Tinnitus aurium (lat. "das Klingeln des Ohres") oder kurz Tinnitus bezeichnet Geräuscheindrücke, die nicht durch ein Schallereignis ausgelöst werden.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Der Tinnitus ist eine Folge einer Störung der Hörfunktion des Menschen, also ein Symptom. Es äußert sich unter anderem als

Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht.

Das Thema Tinnitus ist von vielen Missverständnissen umsäumt. Häufig wird der Fehler begangen, den Tinnitus als eigene Krankheit zu betrachten. Da er aber ein Symptom einer anderen Krankheit ist, verstellt diese Betrachtungsweise oft den Blick auf mögliche Ursachen. Eine weitere gängige Annahme, nämlich dass Tinnitus zur Gehörlosigkeit führt, kann generell nicht bestätigt werden.

Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinnituspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher in Deutschland bereits von einer Volkskrankheit.

Ursachen

Es sind einige Ereignisse bekannt, die einen Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:

Formen

Je nach der Zeitdauer ĂĽber die man einen Tinnitus wahrnimmt, unterscheidet man einen:

Einige Quellen geben den akuten Tinnitus auch bis 12 Monate und den chronischen Tinnitus ab 12 Monate an.

Therapien

Bei der Diagnose Tinnitus aurium werden verschiedenste Therapien angewandt, allerdings konnte bei keiner Therapie bisher wissenschaftlich eine Wirksamkeit nachgewiesen werden.

Zu Beginn erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung mit Vitamin E-Präparaten, Magnesium, Kortison sowie durchblutungsfördernden Tabletten (z.B. ein pflanzliches Ginkgo-Präparat) und/oder Infusionen. Des Weiteren gibt es Therapieformen aus dem alternativen Spektrum sowie schulmedizinische Verfahren wie eine Sauerstoffzelttherapie. Entspannungsübungen wie z. B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder auch Meditation können die Chance auf Linderung drastisch verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch.

Wichtig ist in dieser Phase möglichst wenig Stress, keine zu starke akustische Belastung, aber unbedingt akustische Ablenkung (z. B. leise rhythmische Musik), um sich nicht auf das Ohrgeräusch zu konzentrieren. Absolute Stille führt leicht zur Konzentration auf das Ohrgeräusch und verstärkt es subjektiv.

Nach drei Monaten spricht man von einem chronischen Tinnitus. Dann ist es vor allem wichtig, dass der Patient lernt mit dem Ohrgeräusch umzugehen. Oft tritt nach längerer Zeit eine Gewöhnung an das Geräusch ein und der Patient empfindet es nicht mehr als so stark störend wie zu Anfang. Hierbei können psychologische Hilfe und Selbsthilfegruppen den Patienten unterstützen (siehe: Tinnitus-retrainig-Therapie).

Die früher bei schwerem, chronischen Tinnitus durchgeführte Durchtrennung des Nervus acusticus wird wegen der niedrigen Erfolgswahrscheinlichkeit kaum noch durchgeführt. An der Tatsache, dass eine Unterbrechung des Hörnerven bei einem großen Teil der Patienten keine Linderung erbrachte, zeigt vor allem, dass ein Tinnitus in verschiedenen Teilen der Gehörorgane entstehen und sich manifestieren kann.

Weblinks



Site bei der medizin worldwide
– eine Selbsthilfegruppe für Tinnitus-Betroffene
– Berühmte Persönlichkeiten mit Tinnitus.
Informationen, Produkte und Links rund um Tinnitus
Interessante Informationen








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Tinnitus aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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