Van Dyke Parks
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Van Dyke Parks ist nicht nur ein erfolgreicher Sessionmusiker, Komponist und Arrangeur, sondern auch einer der ungewöhnlichsten Musiker in der amerikanischen Rockszene. Weil er viel hinter den Kulissen gewirkt hat, ist er kaum bekannt geworden.
Biografie
Van Dyke Parks wurde in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Schon als Kind trat er in Hollywoodfilmen auf. Daneben lernte der hoch begabte Junge das Klavierspiel. 1966 lernte er Brian Wilson, dem musikalischen Kopf der Beach Boys kenne. Wilson verpflichtete Parks daraufhin als Lyriker für sein neues Projekt mit dem Titel Smile (siehe Brian Wilson presents Smile). Das Album wurde allerdings nie fertig gestellt, Jahre lang rankten sich große Geheminisse um dieses Werk. Schließlich wurden aus dem mehrstündigen Werk nur einzelne Songs auf verschiedenen Platten der Beach Boys veröffentlicht.
1969 nahm er sein erstes Solo-Album Song Cycle auf. Mit seinen eigenartigen Arrangements und den höchst komplexen Texten fand das Album jedoch so wenige Käufer, dass Warner Brothers - wie bei Randy Newman auch - schließlich die Platten verschenkte. Allerdings wurde Van Dyke Parks in der Musik-Szene so bekannt, dass er bald für andere Stars als Sessionmusiker, Arrangeur und Produzent arbeitete. Er beteiloigte sich unter anderem an Platten von Randy Newman als Musiker und Arrangeur.
Auf seiner zweiten Platte Discover America schwelgte Parks in Hollywood-Klängen und besang in den Liedern amerikanische Legenden wie Bing Crosby, Jack Palance oder die Mills Brothers. Auch diese Platte wurde kein Erfolg. Sein nächstes Werk Clang of the Yankee Reaper war vielleicht das zugänglichste aller seiner Platten. Darauf war unter anderem eine Blechbläser-Version des Chorals Ein feste Burg ist unser Gott von Martin Luther (irrtümlich als Kanon von Johann Pachelbel bezeichnet) zu hören. Aber auch das half den Verkaufszahlen nicht auf die Sprünge. Mit seiner eher dünnen, hellen Stimme verfügte Parks sicher nicht über das Potential eines großen Sängers.
Nun folgte eine lange Pause mit eigenen Veröffentlichungen, denn Parks verdiente viel Geld mit Studioarbeit, Filmsoundtracks und Musik für Werbespots. Dort konnte er seine ausgefallenen musikalischen Ideen am besten umsetzen. Als Produzent und Arrangeur arbeitete Parks unter anderem für U2, Sam Phillips, Ringo Starr, Silverchair, Carly Simon, T-Bone Burnett, Toad the Wet Sprocket, Victoria Williams, Bonnie Raitt, Peter Case, Gordon Lightfoot, Fiona Apple, The Everly Brothers Sheryl Crow, Bruce Springsteen - auch die Beach Boys griffen in den folgenden Jahrzehnten gerne auf seine Dienste zurück. Persönlich begeisterte er sich für Steelband-Musik aus Trinidad und Tobago und spielte damit die Platte Tokyo Rose ein. Zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Brian Wilson kam es in den neunziger Jahren, und das Ergebnis konnte sich hören lassen: Orange Crate Art variierte den Westcoast-Sound mit den für Van Dyke Parks typischen ausgefeilten und ungewöhnlichen Arrangements und komplexen Lyrics. Am besten kommen seine eigenen Aufnahmen vielleicht auf der Live-Platte Moonlighting zur Geltung, die er am 7. September 1996 im Ash Grove Club in Los Angeles mit einer Band und einer Streichergruppe einspielte. Songs aus seiner gesamten Karriere brillieren hier in neuen Arrangements, ergänzt durch neues Material. Sporadisch trat Van Dyke Parks mit Begleitbands in verschiedenen Besetzungen immer wieder auf, blieb aber bis heute als Musiker, dessen Werk sich nicht ganz leicht erschließt, ein Geheimtipp.
Diskografie
- Song Cycle (1970)
- Discover America (1972)
- Clang of the Yankee Reaper (1975)
- Tokyo Rose (1989)
- Jump! (1984)
- Fisherman & His Wife (1991)
- Orange Crate Art (mit Brian Wilson) (1995)
- Idiosyncratic Path - The Best of Van Dyke Parks
- Moonlighting - Live at the Ash Grove (1998)
Links
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