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Waldhufendorf

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Die Siedlungsform Waldhufendorf kam um das Jahr 1000 im bis dato unbewohnten Nordschwarzwald auf. Auf den meist höher gelegenen fruchtbaren Kuppen des oberen Buntsandsteins wurden die Gehöfte (auch "Huben" oder "Hufe" genannt) entlang einer Straße durch Rodung angelegt, wobei sich hinter den Gebäuden längliche Grundstücke etwa rechtwinklig zur Mittelachse bis zum auf den Höhenrücken verbliebenen Wald ersteckten. Diese Strukturen sind bis heute erkennbar.

Im 12. und 13. Jahrhundert war die Form des Waldhufendorfes auch im thüringischen, sächsischen und schlesischen Raum die bevorzugte Siedlungsform der deutschen Siedler.

Die Mittelachse der Siedlung bildet neben der Straße meist auch ein Wasserlauf, an dessen Ufer sich Weideland befand. Ebenfalls entlang von Wegen oder Straßen erhielten Neusiedler streifenförmige Stücke des Landes in der Größe einer Hufe, die sie rodeten. Am Weg wurden die Höfe errichtet, auf der dahinter liegenden Fläche wurde Ackerbau betrieben. Am Ende der Hufe blieben häufig noch Wald bzw. Waldreste erhalten, an den man sich im Laufe der Zeit bei Bedarf an neuem Ackerland "heranarbeitete".

An eineinander gekettete Waldhufendörfer ziehen sich zum Beispiel im sächsischen Gebirgsvorland bis zu 25 km in den Tälern entlang. Der Kern eines Waldhufendorfs ist auch noch bei Dörfern in anderen deutschen Mittelgebirgen, zum Beispiel im Odenwald, zu erkennen.

Einige (ehemalige) Waldhufendörfer sind:

siehe auch: Dorf, Ansiedlung, Siedlung, Landesausbau






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