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Wanderjahre

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Die Wanderjahre, auch Walz oder Tippelei genannt, ist die Zeit, in der ein Geselle nach Abschluss seiner Lehre auf Reisen geht, um von anderen Meistern seiner Zunft zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.

Die Wanderjahre waren im Mittelalter eine Voraussetzung, um Meister werden zu können. Meistens sind drei Jahre und ein Tag Wanderschaft als Minimum vorgeschrieben. Bei den Freien Vogtländer Deutschlands nur zwei Jahre. Die Tippelei war und ist teilweise an sehr schwierige Bedingungen geknüpft.

Die Wanderjahre spiegeln sich auch im englischen Wort für Geselle, Journeyman (Reisender), wider.

Im allgemeinen wurde im Frühjahr und Sommer gewandert. Zum Herbst bzw. Winter hatten die Gesellen Logis bei ihren temporären Meistern und waren auch auf diese angewiesen. Viele Wanderlieder sind eigentlich Lieder von Handwerksgesellen.

Siehe auch

Weblinks









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