Weizen
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Einordnung: Süßgräser | Nutzpflanze | Getreide
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Weizen | ||||||||||||||||
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Bedeutung
Verschiedene Arten des Weizen stellen zusammen mit Mais das meistangebaute Getreide der Welt dar, gefolgt von Reis.
Er wird auf allen Kontinenten angebaut; wichtige Anbauländer sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Russland, Australien und Argentinien.
Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide) und hat eine große Bedeutung in der Tiermast.
Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Hartweizengrieß) geeignet.
Weizen ist an trockene und warme Sommer angepasst. Eine moderne Kreuzung aus Weizen und Roggen, Triticale, erlaubt den Anbau in kühleren Klimazonen.
Ackerbaulich wichtige Weizenarten
- Weichweizen (Triticum aestivum L.) ist eine hexaploide Weizenart und die am verbreitetsten angebaute. Es gibt eine Vielzahl von Sorten, die an unterschiedliche Klimate angepasst sind.
- Spelt oder Dinkel (Triticum aestivum L. subsp. spelta), ebenfalls hexaploid, wird als spezielles Brotgetreide begrenzt angebaut. Das unreif geerntet Korn, Grünkern genannt, ist mineralstoffreich.
- Emmer (Triticum dicoccum) ist eine tetraploide Weizenart, die historisch angebaut wurde, heute aber keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat.
- Hartweizen (Triticum durum) ist die einzige tetraploide Weizenart, die heute noch verbreitet angebaut wird.
- Kamut (Triticum turgidum polonicum) ist eine Zuchtform des Emmer, die im Mittleren Osten entwickelt wurde, und in kleinen Mengen, oft im biologischen Landbau, als 'gesundes' Getreide vermarktet wird.
- Einkorn (Triticum monococcum) ist die älteste Weizensorte. Sie wird heute nur noch aus wissenschaftlichen Gründen oder zu Illustrationszwecken angebaut.
Das Bundessortenamt teilt mit seiner Zulassung die Weichweizensorten in fünf so genannte Backqualitätsgruppen ein: (Hauptmerkmal der Einteilung ist die Volumenausbeute im Rapid-Mix-Test, einem Backversuch)
- E-Gruppe: Eliteweizen
- A-Gruppe: Qualitätsweizen
- B-Gruppe: Brotweizen,
- K-Gruppe: Keksweizen
- D-Gruppe: sonstiger Weizen
Geschichte der Domestizierung/Anbaugebiete
Die ältesten Spuren des Weizenanbaus finden sich aus dem 7. vorchristlichen Jahrtausend im Nahen Osten.
Mit seiner Ausbreitung nach Europa, Nordafrika und Asien gewann der Weizen eine grundlegende Bedeutung für viele Kulturen.
Einkorn (T. monococcum) ist die ursprünglichste Form des kultivierten Weizens; man findet auch heute noch Wildformen des Einkorn, so dass die Domestizierung mittels menschlicher Auslese relativ klar erscheint.
Aus dem Einkorn entwickelte sich durch Bildung eines Additionsbastards mit einem anderen Wildgras (evtl. T. speltoides oder Aegilops speltoides) in vorgeschichtlicher Zeit der tetraploide Emmer (T. dicoccum), aus dem später durch Zucht Arten wie Hartweizen und Kamut entstanden.
Eine weitere Aufnahme des gesamten Gensatzes des Wildgras T. tauschii (oder Aegilops squarrose) in den Emmer entstand dann der moderne hexaploide Saatweizen.
Zusammensetzung (Weichweizen)
- Wasser 10,42%
- Eiweiß 10,69%
- Fett 2,0%
- Kohlenhydrate 75,36%
- Ballaststoffe 12,7% (Teil der Kohlenhydrate)
- Mineralstoffe 1,5%
Angaben je 100 g
Calcium 34 mg Eisen 5,4 mg Magnesium 90 mg Phosphor 402 mg Kalium 435 mg Natrium 2 mg Zink 3,5 mg Kupfer 0,43 mg Mangan 3,40 mg
Thiamin 0,41 mg Riboflavin 0,11 mg Niacin 4,77 mg Pantothensäure 0,85 mg Vitamin B6 0,38 mg Folsäure 0,04 mg Vitamin E 1,44 mg
Literatur
- Friedrich J. Zeller, Sai L.K. Hsam: Weizen: Grundstoff für die menschliche Ernährung und für industrielle Erzeugnisse. Naturwissenschaftliche Rundschau 57(8), S. 413 - 421 (2004), ISSN 0028-1050
- Elisabeth Schiemann; Weizen, Roggen, Gerste. Systematik, Geschichte und Verwendung. 1948
Weblinks
- weitere Weblinks
- Überblick über zugelassene SortenWeizenanbau – In 50 Jahren den Ertrag/Hektar verfünffacht
- Suche nach Weizen Infos mit: Yahoo
