Weltbevölkerung
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Einordnung: Demografie
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Der Begriff Weltbevölkerung bezeichnet die geschätzte Anzahl Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Erde lebten oder (hochgerechnet) leben werden. Stand, historische Entwicklung, räumliche Verteilung und Dynamik und Prognosen der Weltbevölkerung untersuchen die Demografie und die Bevölkerungsgeographie.
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Historische Entwicklung der Weltbevölkerung
Nach einem weit verbreiteten Vorurteil hielt sich die Weltbevölkerung die längste Zeit in der Geschichte der Menschheit auf einem niedrigen und vergleichsweise stabilen Niveau. Wenn man aber wirklich die Menschheitsgeschichte betrachtet statt der 2000 Jahre im Diagramm, sieht die Entwicklung der Weltbevölkerung dynamisch pulsierend aus.
Als Homo erectus sich von Afrika aus über die Kontinente der Alten Welt verbreitete, war das mit einem starken Wachstum der Population verbunden. Auf die Explosion folgte die Implosion. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich für die Entwicklung der Bevölkerung der Neandertaler ab. Endlich wiederholte sich die Expansion beim Homo sapiens sapiens, allerdings mit nie vorher gekannten Ausmaßen. Auch in diesem letzten Fall ist zu erwarten, dass die Weltbevölkerung wieder kollabieren wird. Ob Homo sapiens sapiens das verhindern kann, ist sehr die Frage.
Die Größe der Weltbevölkerung lässt sich immer nur schätzen. Für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert sind die Schätzungen nicht per se ungenauer als die neuesten Erhebungen. Das hängt jeweils vom Stand der Forschung ab und von dem gewählten Zeitpunkt. Für die Zeit vor der Dorfkultur sind die Näherungswerte aufgrund der ethnologischen Forschungsergebnisse über die Bevölkerungsdichte bei verschiedenen Naturvölkern zum Beispiel recht brauchbar.
Erst Anfang des 19. Jahrhunderts lebte auf der Erde eine Milliarde Menschen und ein rapides Bevölkerungswachstum setzte ein. Innerhalb des 20. Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung fast vervierfacht. Die Anzahl der weltweit lebenden Menschen übersprang nach Berechnungen der UN am 12. Oktober 1999 erstmals die 6-Milliarden-Marke. Bis Ende Januar 2003 sind wieder rund 261 Millionen Menschen hinzugekommen, in jeder Sekunde zur Zeit 2,5 neue Erdenbürger. Bei einer Fortdauer dieser Entwicklungsdynamik kämen ca. alle 14 Jahre eine Milliarde Menschen hinzu. Der überwiegende Anteil des Bevölkerungswachstums fände in den Entwicklungsländern bzw. in den wenig entwickelten und ärmeren Staaten der Welt statt.
Aktueller Stand nach Kontinent
Einwohnerangaben in Millionen. Stand Mitte 2004. Daten aus: DSW-Datenreport 2004.
- Welt: 6.396
- Asien: 3875
- Afrika: 885
- Europa: 728
- Lateinamerika und Karibik: 549
- Nordamerika: 326
- Ozeanien: 33
Die 15 bevölkerungsreichsten Staaten
Einwohnerangaben in Millionen. Stand Mitte 2003. Daten aus: DSW-Datenreport 2003.
- Volksrepublik China: 1.289
- Indien: 1.069
- USA: 292
- Indonesien: 220
- Brasilien: 176
- Pakistan: 149
- Bangladesch: 147
- Russland: 146
- Nigeria: 134
- Japan: 128
- Mexiko: 105
- Deutschland: 83
- Philippinen: 82
- Vietnam: 81
- Ägypten: 72
Weblinks
- weitere Weblinks
- Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Berlin-Institut für Weltbevölkerung United Nations Population Information Networkengl.)
- Die aktuelle Weltbevölkerungengl.)
- Suche nach Weltbevölkerung Infos mit: Yahoo
