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Werder (Havel)

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Wappen Karte

Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Fläche: 90,07 km²
Einwohner: 19.963 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km²
Höhe: 75 m ü. NN
Postleitzahl: 14542
Vorwahl: 03327
Geografische Lage: 52° 23' n. Br.
12° 57' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 656
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Eisenbahnstraße 13-14
14542 Werder (Havel)
Website: www.werder-havel.de- style="background: #ffffff;" E-Mail-Adresse: poststelle@werder-havel.de
Politik
Bürgermeister: Werner Große (CDU)

Werder ist eine Stadt westlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg, im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Sie ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt an der Havel. Der älteste Stadtteil liegt auf einer Insel im Fluss. Die Stadt ist außerdem von den Seen Schwielowsee, Glindowsee, Großer Plessower See und Zernsee umgeben.


Geschichte

Die Stadt Werder, 35 km südwestlich von Berlin gelegen, kennt mehrere verschiedene namentliche Erwähnungen in ihrer Geschichte . Die Stadt Werdere wird 1317 erwähnt, 1375 Werder, 1450 Wehrder, 1580 Werder. Gelegen im Nordosten der von der letzten Eiszeit geprägten Landschaft Zauche, befindet sich die mittelalterliche Stadt Werder auf einer Insel, in der dort 700- 1400 m breiten Havel (Grosser Zernsee), H.: 38 m. Auf der, über eine Brücke (1317 erwähnt) zu erreichenden Insel sind unter anderem Funde von slawischen Scherben auf dem Mühlenberg am südwestlichen Ufer des Werders und 3,5 km nnw W. am w Havelufer bekannt (Siedlungen nur vermutet); im Süden von Werder wird ein slawischer Burgwall angenommen, (ohne archäologischen Nachweis). Der “Kiez“ in der Gegend Fischerstraße war wohl die alte Fischersiedlung.


Werder ist wahrscheinlich aus dem Zusammenwachsen des Marktortes mit dem sich anschließenden Kirchort entstanden. Eine förmliche Stadtgründung ist nicht bekannt, ebenso wenig wie eine Ummauerung. Infolge einer späten Ersterweiterung ist wenig über die hochmittelalterlichen Ortsherren bekannt. Am 7. Juli 1317 verkaufte “Ritter Sloteke“, Truchsess des Markgrafen Waldemar, Werder auf Geheiß seines Herren für 244 Mark Brandenburgischen Silbers an das Kloster Lehnin. Diese Verkaufsurkunde stellt somit die Ersterwähnung dar. Die auftretenden Rechtsbezeichnungen der Stadt Werder, sowie Siedlungsbe- zeichnungen geben für die Jahre 1317, 1330, 1375 oppidum, 1459 Stadt, 1474 Flecken, 1542 civitas, sonst Städtlein (1339, 1580), 1768 Mediatstadt, 1801 Stadt, an.


Die Inselstadt Werder, zu Land einzig zu erreichen durch die mehrmals erneuerte Brücke am Westufer, mit der höchsten Erhebung im Süden, dem „Mühlenberg“, weist 2 Kirchen auf, eine mit anschließendem Friedhof. Die Kirche Zum Heiligen Geist wurde 1734 an Stelle einer älteren, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, auf einem Feldsteinsockel erbaut. Die Dorfkirche wurde 1841/42 nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels errichtet. Als Kriegsereignisse sind unter anderem die Plünderung der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges (1637 und 1641) durch schwedische Truppen zu nennen; 1945 bei Kriegsende erfolgte die Brückensprengung.


Wirtschaft

Bekannt und berühmt geworden ist Werder vor allem durch seinen Obstanbau. Ihm verdankt die Stadt auch eines der größten Volksfeste Deutschlands: Die Baumblüte. Schon die Mönche des Zisterzienserklosters in Lehnin betrieben hier Obstanbau. Angebaut werden größtenteils Kirschen, Äpfel und Erdbeeren. Aber auch Gemüse, besonders Tomaten, werden in den Gewächshäusern gezüchtet. Durch diese Vielfalt konnten in Werder nach der Wende zwei Unternehmen entstehen, die die Produkte der Region vertreiben. Zum einen „Werder Frucht“, die vor allem Säfte und das Obst selbst vertreibt und zum anderen „Werder Feinkost“, die sich auf die Herstellung von Ketschup, Mayonnaise, etc. spezialisiert hat. Doch schon während der DDR-Zeit, in der viele LPG und andere Genossenschaften die Aufzucht der Pflanzen kontrollierten, waren die Produkte aus Werder mehr als beliebt. Neben der Verwendung als sog. „Bückware“ wurden mit den Spezialitäten der Umgebung mehrere Spitzenhotels (z.B. das „Neptun“ in Rostock) beliefert. Bereits seit Beginn der Industrialisierung, die schnellere Transportmöglichkeiten hervorbrachte, lieferte das kleine Städtchen Obst und Gemüse per Dampfschiff über die Havel in das sich immer rascher entwickelnde Berlin. Seit geraumer Zeit wird in Werder auch erfolgreich Weinbau betrieben. Neben dem Müller-Turgau, der hier in einem der nördlichsten Anbaugebiete aufgezogen wird und bereits der Queen bei ihrem Staatsbesuch in Potsdam im November 2004 serviert wurde, stellt man seit kurzem auch Sekt her. Neben den traditionsreichen Lebens- und Genussmittelherstellern werden im ortsansässigen Schaltgerätewerk vor allem für die Eisenbahnindustrie Schaltanlagen produziert. Seit Anfang des Jahres 2004 finden sich die Produktionshallen eines der wenigen Orgelbauern Deutschlands in der Havelstadt wieder.

Verkehr

Die Blütenstadt Werder verfügt über eine sehr günstige Verkehranbindung. Busse fahren alle 20 bzw. 30 Minuten in die Landeshauptstadt Potsdam. Weitere Linien befördern die Fahrgäste nach Golm bzw. Töplitz, Kemnitz, Glindow bzw. Bliesendorf und in Richtung Lehnin. Besonders beliebt bei den Einheimischen ist die Citybuslinie, die das Durchqueren der gesamten Stadt für 0,50 € ermöglicht. Eine Regionalexpresslinie (RE 1) ermöglicht die schnelle Anreise nach Berlin (bis Berlin Zoologischer Garten ca. 20 Minuten), Cottbus, Eisenhüttenstadt oder Brandenburg, Genthin und Magdeburg im 30-Minuten-Takt. Die Weiße Flotte Potsdam erlaubt es in den wärmeren Jahreszeiten Ausflüge auf den Seen der Umgebung zu unternehmen. Mit dem Auto ist Werder ebenso gut zu erreichen. Aus Richtung Potsdam oder Brandenburg kommend fährt man auf der Bundesstraße B 1, einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, am südlichen Stadtrand vorbei. Von der Autobahn aus, kann man Werder über mehrere Abfahrten erreichen. Dazu zählen die Abfahrt Glindow (AS 20, südlich des Stadtzentrums), die Abfahrt Groß Kreutz (AS 22, westlich gelegen) und die Abfahrt Phöben (AS 23, im Norden der Stadt). Sie alle sind Teil des Berliner Ring (A10). Das Autobahndreieck Werder (AS 21) verbindet diesen mit der A2 in Richtung Magdeburg.

Öffentliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Freizeit- und Sportanlagen


Stadtgliederung

Neben der Stadt Werder gibt es die Ortsteile Petzow, Glindow, Bliesendorf, Plötzin (mit Plessow und Neuplötzin), Phöben, Kemnitz, Töplitz und Derwitz

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Der Ort Petzow wurde am 1 Januar 1929 eingemeindet. Durch einen Bürgerentscheid schloss sich Bliesendorf am 21. Dezember 1998 der Stadt an. Im Zuge der Gemeindegebietsreform im Jahre 2002 wurden Derwitz, Plötzin, Kemnitz, Phöben und nach einigen Debatten auch Töplitz am 1.Januar 2003 eingemeindet. Dem Wunsch der Eingemeindung von Golm, den sowohl die Einwohner des Ortes als auch die Stadt Werder hegten, wurde nicht entsprochen und löste einen großen Streit zwischen den Befürwortern, dem Innenministerium und der Stadt Potsdam aus, die Golm schließlich aufnehmen durfte. Werder hätte mit dem neuen Ortsteil den Titel Universitätsstadt (Universität Potsdam, Max-Planck-Institut und Fraunhofer-Gesellschaft sind dort ansässig) tragen können.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Kulturelle Einrichtungen


Literatur

Weblinks







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Werder (Havel) aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.