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Werner Heisenberg

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Werner Karl Heisenberg (* 5. Dezember 1901 in Würzburg, † 1. Februar 1976 in München) war ein deutscher Physiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Heisenberg wurde 1901 in Würzburg in eine Professorenfamilie geboren. Sein Vater war der Byzantinist August Heisenberg. Sein Studium der Physik in München schloss er in der Mindeststudienzeit von drei Jahren ab, wurde 1924 Assistent von Max Born in Göttingen und arbeitete mit Niels Bohr in Kopenhagen. In den folgenden Jahren begründete er mit Max Born und Pascual Jordan die Quantenmechanik. Mit nur 26 Jahren wurde Heisenberg 1927 als Professor an die Universität Leipzig berufen.

Mit seiner Frau Elisabeth (geb. Schumacher), die er 1936 heiratete, hatte Heisenberg sieben Kinder, darunter den Genetik-Professor Martin Heisenberg.

Werk

Heisenberg hat die Physik des 20. Jahrhunderts wesentlich mitbestimmt. Indem er messbare Größen als nichtvertauschbare Operatoren beschrieb, vollzog er einen entscheidenden Bruch mit der klassischen Physik und legte die Grundlage für eine konsistente Formulierung der Quantenmechanik. Mit der Unschärferelation gab er seinen Erkenntnissen eine anschauliche, wenn auch oft missverstandene Interpretation.

Weitere wichtige Beiträge leistete er zur Kernphysik (Einführung des Isospins) und zur Elementarteilchenphysik. In der Nachkriegszeit schaffte er es trotz wahrscheinlich respektabler Einzelleistungen nicht mehr so ganz, den Anschluss an das internationale Forschungsgeschehen zu finden; insbesondere war sein Versuch einer Einheitlichen Feldtheorie den experimentellen Fakten nicht gewachsen und muss als auf der ganzen Linie gescheitert gelten.

Für seine Arbeiten zur Quantenmechanik, namentlich für die quantitative Erklärung des Wasserstoffspektrums, wurde er 1932 mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. 1933 wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden er und andere Physiker (z.B. Otto Hahn und Carl Friedrich von Weizsäcker) in das Heereswaffenamt berufen. Ihre Aufgabe im Rahmen des so genannten Uranprojektes sollte sein, Einsatzmöglichkeiten der Kernspaltung zu finden. Es ist umstritten, ob Heisenberg tatsächlich die Herstellung einer Atombombe wünschte oder ob er sogar Ergebnisse zurückgehalten hat, um den Bau einer solchen zu verhindern. Gegner und Fürsprecher messen einem Gespräch, dass er 1941 mit Niels Bohr führte, eine große Bedeutung zu, um die wahren Intentionen von Heisenberg zu deuten.

Dieses Gespräch wurde von Michael Frayn unter dem Titel Copenhagen (1998) als Theaterstück dramatisiert. Verschiedene Spekulationen zum Gesprächsinhalt werden aus der Sichtweise der Beteiligten (Heisenberg, Bohr, Bohrs Frau) durchgesprochen, und mögliche Motive analysiert.

Heisenberg und mehrere seiner Kollegen wurden nach dem Krieg arrestiert und verbrachten einige Monate in Kriegsgefangenschaft in England.

Später wurde er zum Direktor der Max-Planck-Gesellschaft für Physik und Atomphysik ernannt und war sehr aktiv als Berater der Wissenschaftspolitik der Regierung der Bundesrepublik Deutschland.

Heisenberg war Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig.

Unter seinen nichtfachwissenschaftlichen Schriften ragt seine Autobiographie hervor: "Der Teil und das Ganze. Gespräche im Umkreis der Atomphysik" (1969). Aus über vier Jahrzehnten Abstand rekonstruiert Heisenberg Dialoge, die veranschaulichen, wie seine Beiträge zur Quantenmechanik in engem Austausch mit befreundeten Mitforschern (Arnold Sommerfeld, Niels Bohr, Wolfgang Pauli u.v.a.) erarbeitet wurden.

Berühmte Zitate von Werner Heisenberg

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

Literatur

Weblinks






--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Werner Heisenberg aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.